ICE Canola-Futures fallen nach Wetterbesserung in Kanada deutlich
Günstigere Temperaturen in den kanadischen Prärieprovinzen entlasten den Rapsmarkt und drücken die Futures-Preise.

Die ICE-Canola-Futures haben am Dienstag spürbar nachgegeben. Auslöser war eine Verbesserung der Wetterbedingungen in Westkanada, die den Landwirten eine günstigere Woche für die Bestandsentwicklung beschert. Der November-Kontrakt (RSX6) verlor 15,60 US-Dollar und notierte zuletzt bei 773,40 US-Dollar pro Tonne.
Zuvor hatten extreme Temperaturen in den kanadischen Prärieprovinzen für erhebliche Sorgen gesorgt. Am Wochenende und am Montag kletterten die Werte noch auf mittlere bis hohe 30-Grad-Celsius-Bereiche. Dieser Hitzestress beeinträchtigte die meisten Kulturen – besonders betroffen waren blühende Rapsfelder, bei denen hohe Temperaturen während der Blüte zu erheblichen Ertragseinbußen führen können.
Temperaturrückgang bringt Erleichterung für Rapsanbauer
Mit dem Beginn der neuen Woche sanken die Temperaturen in weiten Teilen der Prärieprovinzen auf Werte im hohen 20-Grad-Bereich. Für Canola-Pflanzen, die sich in einer kritischen Wachstumsphase befinden, sind gemäßigtere Temperaturen entscheidend für eine gesunde Bestandsentwicklung. Die Wettervorhersage für die kommende Woche deutet darauf hin, dass die Bedingungen in den gesamten Prärieregionen für Canola günstig bleiben dürften.
Auch Kanadas Sommerweizenbestände präsentieren sich laut aktuellen Berichten in den meisten Regionen in einem guten Zustand. Dies trägt insgesamt zu einer entspannteren Stimmung an den nordamerikanischen Agrarmärkten bei.
Schwäche auch bei Sojaöl und Sojabohnen
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Zur AktienanalyseDie negative Stimmung am Ölsaatenmarkt beschränkte sich nicht allein auf Canola. Auch das Chicagoer Sojaöl gab um 0,67 Prozent nach, während Sojabohnen einen Rückgang von 0,31 Prozent verzeichneten. Damit standen gleich mehrere wichtige Ölsaaten-Kontrakte unter Druck.
Canola – in Europa auch als Raps bekannt – ist eine der wichtigsten Ölsaaten Kanadas und ein bedeutender Rohstoff für die Lebensmittel- und Biodieselindustrie weltweit. Kanada gehört zu den größten Canola-Produzenten und -Exporteuren der Welt, weshalb Wetterbedingungen in den Prärieprovinzen Alberta, Saskatchewan und Manitoba regelmäßig starke Auswirkungen auf die globalen Agrarrohstoffpreise haben. Für deutsche Anleger, die in Agrarrohstoffe oder entsprechende ETFs investieren, sind solche Entwicklungen an den ICE-Terminmärkten daher durchaus relevant.


