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Immobilienkredite werden teurer: So entkommen Sie der Zinsfalle

Steigende Immobilienpreise und anziehende Kreditzinsen machen den Hauskauf für viele Deutschen teurer.

Immobilienkredite werden teurer: So entkommen Sie der Zinsfalle

Wer derzeit eine Immobilie kaufen möchte, sieht sich gleich mit einer doppelten Belastung konfrontiert: Sowohl die Kaufpreise als auch die Finanzierungskosten ziehen wieder an. Nach einer kurzen Phase der Entspannung bei den Bauzinsen dreht der Trend erneut nach oben – und das spürbar.

Die ING hat ihre Kreditkonditionen jüngst über alle Laufzeiten hinweg um 0,3 Prozentpunkte erhöht. Für Kreditnehmer, die 250.000 Euro finanzieren, bedeutet das bei einer zehnjährigen Zinsbindung rund 6.500 Euro Mehrkosten – eine Summe, die viele Haushaltspläne durcheinanderwirbeln kann.

Was steigende Zinsen für Käufer bedeuten

Der Zinsanstieg trifft Kaufinteressenten in einem ohnehin angespannten Marktumfeld. Immobilienpreise haben sich in vielen deutschen Städten zuletzt wieder stabilisiert oder ziehen erneut an, was die Finanzierbarkeit weiter erschwert. Wer jetzt kauft, sollte die Gesamtbelastung aus Kaufpreis und Zinskosten sorgfältig kalkulieren.

Für Privatanleger und Immobilienkäufer gilt: Ein Zinsvergleich ist wichtiger denn je. Selbst kleine Unterschiede von wenigen Zehntelprozentpunkten summieren sich über eine Kreditlaufzeit von zehn oder fünfzehn Jahren zu erheblichen Beträgen. Unabhängige Vergleichsportale und Finanzierungsvermittler können hier wertvolle Dienste leisten.

Ein weiterer Hebel ist die Zinsbindungsdauer. Wer sich jetzt für eine längere Laufzeit entscheidet, sichert sich aktuelle Konditionen und schützt sich vor weiteren Zinserhöhungen. Kurzfristige Bindungen mögen günstiger erscheinen, bergen aber das Risiko einer teureren Anschlussfinanzierung.

Strategien gegen steigende Finanzierungskosten

Neben dem Konditionsvergleich empfiehlt sich ein höherer Eigenkapitaleinsatz, sofern möglich. Banken honorieren eine solide Eigenkapitalquote mit besseren Zinssätzen. Als Faustregel gilt: Mindestens 20 Prozent Eigenkapital – inklusive der Kaufnebenkosten – sollten Käufer mitbringen.

Auch Sondertilgungsrechte sollten beim Abschluss eines Immobilienkredits fest eingeplant werden. Sie ermöglichen es, bei finanziellen Spielräumen schneller zu tilgen und die Gesamtzinslast zu senken. Viele Banken bieten jährliche Sondertilgungen von bis zu fünf Prozent der Kreditsumme ohne Aufpreis an.

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