Immobilienpreise steigen wieder in deutschen Großstädten
Nachfrage nach Neubauten wächst, Bestandswohnungen bleiben günstiger

Die Preise auf dem deutschen Immobilienmarkt haben sich im dritten Quartal 2024 weiter erhöht. Vor allem in den Großstädten sind Neubauwohnungen erneut fast so teuer wie vor der letzten großen Krise. Zwischen Juli und September stiegen die Preise für Eigentumswohnungen im Vergleich zum Vorquartal um 1,4 Prozent, wie das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) in einer neuen Studie mitteilte. Einfamilienhäuser verzeichneten einen Preisanstieg von 1,3 Prozent. Im Gegensatz dazu sanken die Preise für Mehrfamilienhäuser leicht um 0,4 Prozent, nachdem sie im zweiten Quartal noch um 4,4 Prozent zugelegt hatten.
IfW-Immobilienexperte Jonas Zdrzalek erklärte, dass der deutsche Immobilienmarkt ein gewisses Preisniveau erreicht habe und sich nun wieder leicht erhole. Die Dynamik sei jedoch verhalten, und es gebe keine Anzeichen für einen neuen Boom. Die Preisentwicklung zeigt, dass der Markt offenbar auf einen neuen Gleichgewichtspunkt zusteuert, nachdem die Preise im Jahr 2023 drastisch eingebrochen waren. Damals sanken die Preise für Wohnimmobilien laut Statistischem Bundesamt um 8,4 Prozent, was dem stärksten Rückgang seit Beginn der Datenerhebung im Jahr 2000 entspricht. Hohe Finanzierungskosten und steigende Materialpreise trugen maßgeblich zu diesem Rückgang bei.
Besonders in den sogenannten Top-7-Städten, zu denen Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Stuttgart gehören, zeigen sich Neubauwohnungen wertstabil. In diesen Städten liegen die Preise für Neubauten derzeit nur etwa 1,5 Prozent unter den Höchstständen von 2022. Über alle Regionen hinweg sanken die Preise für Wohnimmobilien seit der Krise nur um etwa sechs Prozent, wobei vor allem Bestandswohnungen derzeit günstiger sind. Ihre Preise liegen etwa zehn Prozent unter den Spitzenwerten.
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Zur AktienanalyseDie Nachfrage nach Baufinanzierungen befindet sich weiterhin auf einem hohen Niveau, auch wenn die Transaktionszahlen insgesamt zurückhaltend ausfallen. Laut IfW-Experte Zdrzalek zögern viele Käufer, während sie die weitere Entwicklung abwarten. Dennoch lässt sich eine steigende Nachfrage nach Neubauten erkennen, deren Angebot begrenzt ist, was sich in den gestiegenen Preisen widerspiegelt. In einigen Städten, darunter Leipzig, Duisburg und Potsdam, sind die Preise für Eigentumswohnungen stark gestiegen, während Dortmund als Ausnahmefall leichte Preisrückgänge verzeichnete.


