Indien verhandelt kritische Mineralien-Deals mit vier Ländern
Indien führt derzeit Verhandlungen mit Brasilien, Kanada, Frankreich und den Niederlanden über Abkommen zu kritischen Mineralien. Im Fokus stehen dabei Lithium und Seltene Erden sowie der Zugang zu modernsten Verarbeitungstechnologien, um die Abhängigkeit

Indien intensiviert seine Bemühungen zur Sicherung kritischer Rohstoffe und verhandelt parallel mit vier Ländern über umfassende Mineralien-Abkommen. Nach Informationen von mit den Gesprächen vertrauten Personen konzentrieren sich die Verhandlungen mit Brasilien, Kanada, Frankreich und den Niederlanden insbesondere auf Lithium und Seltene Erden.
Vorbild Deutschland-Abkommen
Als Blaupause dient das im Januar mit Deutschland unterzeichnete Abkommen, das Exploration, Verarbeitung und Recycling sowie den Erwerb von Mineralvorkommen in beiden Ländern und Drittstaaten umfasst. "Es gibt Anfragen, und wir führen Gespräche mit Frankreich, den Niederlanden und Brasilien, während das Abkommen mit Kanada aktiv geprüft wird", bestätigte eine informierte Quelle.
Carney-Besuch mit konkreten Verträgen
Kanadas Premierminister Mark Carney wird Indien voraussichtlich Anfang März besuchen und dabei Verträge über Uran, Energie, Mineralien und künstliche Intelligenz unterzeichnen. Das kanadische Rohstoffministerium verwies auf eine Erklärung vom Januar, wonach beide Seiten vereinbart hätten, die Zusammenarbeit bei kritischen Mineralien zeitnah zu formalisieren.
China-Abhängigkeit als treibende Kraft
Die starke Abhängigkeit vom Erzrivalen China, der das weltweite Angebot vieler kritischer Mineralien dominiert und über fortschrittliche Bergbau- und Verarbeitungstechnologien verfügt, treibt Indiens Diversifizierungsstrategie an. Bergbau-Experten betonen die Notwendigkeit dieser Bemühungen, während Indien seine Energiewende zur Emissionssenkung beschleunigt.
Langwieriger Prozess bis zur Produktion
Allerdings ist der Weg von der Entdeckung bis zur Produktion zeitintensiv. Allein die Exploration kann fünf bis sieben Jahre dauern und endet oft ohne eine rentable Mine. Diese Herausforderung unterstreicht die Bedeutung strategischer Partnerschaften und des Zugangs zu bereits entwickelten Vorkommen.
Globale Diversifizierungsstrategie
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Zur AktienanalyseIndien hat bereits Abkommen mit Argentinien, Australien und Japan unterzeichnet und führt Gespräche mit Peru und Chile über umfassendere bilaterale Vereinbarungen. Das Bergbauministerium leitet diese Bemühungen zentral. Im Jahr 2023 identifizierte Indien mehr als 20 Mineralien, darunter Lithium, als "kritisch" für seine Energiewende und zur Deckung der steigenden Nachfrage aus Industrie und Infrastruktursektor.
G7-Initiative zur China-Unabhängigkeit
Indiens Engagement erfolgt parallel zu internationalen Bestrebungen: Im vergangenen Monat trafen sich die Finanzminister der G7 und anderer großer Volkswirtschaften in Washington, um Strategien zur Verringerung der Abhängigkeit von chinesischen Seltenen Erden zu erörtern. Die koordinierten Anstrengungen zeigen die globale Dimension der Rohstoffsicherung für die Energiewende.


