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Indische Goldnachfrage schwächelt trotz Akshaya-Tritiya-Fest

Hohe Preise bremsen Goldkäufe in Indien – selbst das wichtige Akshaya-Tritiya-Fest sorgt kaum für Nachfragebelebung.

Indische Goldnachfrage schwächelt trotz Akshaya-Tritiya-Fest

Die Goldnachfrage in Indien zeigt sich zur Festsaison ungewohnt verhalten. Trotz des bevorstehenden Akshaya-Tritiya-Festes am 19. April halten sich Privatkäufer zurück – der Grund sind die hohen Goldpreise. Händler berichteten in dieser Woche von Preisabschlägen von bis zu 4 US-Dollar pro Unze, während festtagsbedingte Nachfrage vereinzelt auch Aufschläge von bis zu 14 US-Dollar pro Unze auf die offiziellen Inlandspreise ermöglichte – inklusive 6 Prozent Einfuhr- und 3 Prozent Verkaufsabgaben.

„Die Nachfrage im Einzelhandel zieht trotz des bevorstehenden Akshaya-Tritiya-Festes nicht an. Normalerweise buchen Privatkäufer Gold im Voraus, aber in diesem Jahr sind sie aufgrund der höheren Preise eher zurückhaltend", sagte ein in Bengaluru ansässiger Juwelier. In der Vorwoche lagen die Abschläge noch bei bis zu 6 US-Dollar pro Unze, während Aufschläge von 9 US-Dollar erzielt wurden – ein Zeichen dafür, dass sich die Marktlage leicht verändert hat.

Die inländischen Goldpreise notierten am Freitag bei rund 153.200 Rupien pro 10 Gramm. Anfang der Woche hatten sie mit 155.065 Rupien den höchsten Stand seit einem Monat erreicht. Akshaya Tritiya gilt nach Dhanteras als das zweitwichtigste Fest für Goldkäufe in Indien, da der Erwerb von Gold an diesem Tag als glückbringend angesehen wird.

Importstop sorgt für Marktverzerrung

Zusätzlich zur schwachen Nachfrage belastet ein ungewöhnlicher Umstand den indischen Goldmarkt: Indische Banken haben die Importaufträge für Gold und Silber von ausländischen Lieferanten gestoppt. Tonnenweise Edelmetalle hängen beim Zoll fest, da eine formelle Regierungsanordnung zur Genehmigung von Edelmetallimporten noch aussteht – so berichten Handelskreise.

Unter normalen Umständen hätte ein solcher Importstop die Aufschläge in Indien stark in die Höhe getrieben. Doch die schwache Nachfrage und Verkäufe durch börsengehandelte Fonds (ETFs) verhindern einen deutlichen Preisanstieg, wie ein in Mumbai ansässiger Edelmetallhändler erklärte. Die Kombination aus gedämpfter Kaufbereitschaft und Angebotsengpässen hält den Markt damit in einem ungewöhnlichen Gleichgewicht.

Asiatische Märkte im Überblick

Im bevölkerungsreichsten Goldkonsumland China wurde Gold in dieser Woche mit Aufschlägen von 3 bis 6 US-Dollar pro Unze gegenüber dem globalen Referenzpreis gehandelt – nahezu unverändert gegenüber den Aufschlägen der Vorwoche von 3 bis 5 US-Dollar. Bernard Sin, Regionaldirektor für Greater China beim Edelmetallhändler MKS PAMP, kommentierte die Lage: „Die chinesischen Aufschläge sind angesichts der schwachen Nachfrage auf nur noch 3 US-Dollar gesunken. Unterstützung kommt derzeit primär durch Käufe der chinesischen Zentralbank, obwohl die Aufstockung der Reserven im zweiten Quartal üblicherweise nachlässt, was die Dynamik begrenzt."

An den übrigen asiatischen Handelsplätzen zeigte sich ein differenziertes Bild:

Hongkong

: Physisches Gold wurde zu Parität bis hin zu Aufschlägen von 2 US-Dollar gehandelt

Japan

: Gold wurde zum Spotpreis verkauft

Singapur

: Aufschläge von 1 bis 3 US-Dollar – auf dem Niveau der Vorwoche

Die Lage an den asiatischen Goldmärkten spiegelt damit eine breite Kaufzurückhaltung wider, die sowohl in Indien als auch in China durch hohe Preise und eine gedämpfte Verbraucherstimmung geprägt ist. Für den deutschen Anleger ist dies ein Indikator dafür, dass die physische Goldnachfrage aus Asien – einem der wichtigsten Treiber des globalen Goldpreises – derzeit keinen starken Aufwärtsdruck auf die Notierungen ausübt.

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