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Indische Konzerne prüfen Einstieg in Perus Kupfersektor

Neue Lieferoptionen gewinnen Bedeutung für langfristige Versorgungssicherheit

Indische Konzerne prüfen Einstieg in Perus Kupfersektor

Indische Unternehmen haben ihre Aktivitäten zur Sicherung künftiger Kupferversorgung weiter intensiviert, während die Nachfrage nach dem Metall deutlich anzieht. Der Mischkonzern Adani und der Bergbau- und Metallproduzent Hindalco befinden sich in frühen Gesprächen über mögliche Investitionen in Perus Kupfersektor. Nach Angaben eines hochrangigen Diplomaten aus Peru prüfen beide Unternehmen Beteiligungen an bestehenden Minen oder Optionen für gemeinsame Projekte. Peru zählt zu den weltweit größten Produzenten von Kupfer, das in Industrien wie Energieübertragung, Bauwirtschaft und Fertigung eingesetzt wird, und wirbt verstärkt um Investitionen aus dem Ausland.

Der peruanische Botschafter in Indien erklärte, dass sowohl Hindalco als auch Adani dabei seien, Chancen im Land zu sondieren. Peru habe im vergangenen Jahr rund 2,7 Millionen Tonnen Kupfer produziert und ausländische Investitionen in Höhe von rund 4,96 Milliarden Dollar angezogen. Die Gespräche mit indischen Unternehmen laufen vor dem Hintergrund der Verhandlungen über ein umfassenderes Freihandelsabkommen zwischen beiden Staaten. Indien strebt darin ein eigenes Kapitel zu Kupfer an, um festgelegte Liefermengen langfristig zu sichern.

Indiens Regierung geht davon aus, dass der rapide wachsende Bedarf in den kommenden Jahrzehnten zu Engpässen führen könnte. In einer im Juli veröffentlichten Strategie wurde darauf hingewiesen, dass das Land bis 2047 voraussichtlich bis zu 97 Prozent seines Bedarfs an Kupferkonzentrat aus dem Ausland beziehen muss. Bereits im laufenden Fiskaljahr stiegen die Kupferimporte um vier Prozent auf 1,2 Millionen Tonnen. Der Bedarf könnte bis 2030 bis zu 3,3 Millionen Tonnen erreichen und bis 2047 auf fast zehn Millionen Tonnen anwachsen.

Adani hatte zuvor eine Delegation nach Peru entsandt, während Hindalco ähnliche Schritte unternahm. Beide Unternehmen befinden sich laut peruanischer Seite noch in einer ersten Prüfphase. Das Adani-Unternehmen plant, für seine großangelegte Kupferschmelze künftig unter anderem Konzentrat aus Peru zu beziehen. Weder Adani noch Hindalco äußerten sich bisher auf entsprechende Anfragen.

Die Verhandlungen über das Freihandelsabkommen stehen laut peruanischer Seite kurz vor dem Abschluss. Das nächste Treffen soll im Januar stattfinden, und ein Abschluss bis Mai gilt als möglich.

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