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Inflation in USA und Argentinien sinkt – Märkte reagieren positiv

Neue Inflationsdaten aus den USA und Argentinien zeigen eine deutliche Abschwächung des Preisauftriebs und bewegen die Finanzmärkte.

Inflation in USA und Argentinien sinkt – Märkte reagieren positiv

Die Inflationsdaten für den Monat Juni sorgen auf beiden Seiten des Atlantiks für Aufmerksamkeit: Sowohl in den USA als auch in Argentinien hat sich der Preisauftrieb merklich abgeschwächt. In den Vereinigten Staaten sank die jährliche Inflationsrate laut dem US-Arbeitsministerium auf 3,5 % – nach 4,2 % im Mai. Damit übertrafen die Daten die Erwartungen der Analysten, die im Vorfeld lediglich einen Rückgang auf 3,8 % prognostiziert hatten.

Auf Monatsbasis verzeichnete der Verbraucherpreisindex (CPI) sogar einen Rückgang von 0,4 %, nachdem er im Vormonat noch um 0,5 % gestiegen war. Als Haupttreiber der Entspannung gelten sinkende Benzinpreise. Doch auch die sogenannte Kerninflation – also die Preisentwicklung ohne die volatilen Komponenten Energie und Lebensmittel – blieb weitgehend stabil.

Reaktion der Finanzmärkte und Fed-Signale

Die Finanzmärkte reagierten prompt auf die überraschend günstigen Zahlen. Die Renditen für US-Staatsanleihen gaben nach: Die richtungsweisende 10-jährige Benchmark-Anleihe fiel um 3,1 Basispunkte auf 4,579 %. Für deutsche Anleger, die US-Anleihen im Blick haben, ist dies ein relevantes Signal – sinkende Renditen deuten auf steigende Anleihekurse und eine nachlassende Zinserwartung hin.

Vertreter der US-Notenbank (Fed) dämpften jedoch überschwänglichen Optimismus. Austan Goolsbee, Präsident der Chicago Fed, bezeichnete die Daten zwar als „überraschend gut", mahnte aber zur Vorsicht: Ein einzelner Monat reiche nicht aus, um eine nachhaltige Rückkehr zum 2-Prozent-Inflationsziel der Fed zu bestätigen. Auch Fed-Vorsitzender Kevin Warsh erklärte vor dem Finanzdienstleistungsausschuss des Repräsentantenhauses, dass die Daten noch nicht belegten, dass das Mandat der Preisstabilität bereits erfüllt sei.

Analysten weisen zudem auf ein potenzielles Risiko für die kommenden Monate hin: Steigende Ölpreise infolge des Scheiterns eines Waffenstillstands im Iran könnten den Inflationsdruck im Juli wieder anheizen und die positive Entwicklung zumindest teilweise umkehren.

Argentinien: Dritter Rückgang in Folge

Parallel zu den US-Daten meldete Argentinien für Juni eine monatliche Inflationsrate von 1,9 % – der dritte Rückgang in Folge. Im Vergleich zum Vormonat Mai, als die monatliche Teuerung noch bei 2,1 % lag, ist dies ein weiterer Schritt in Richtung Stabilisierung. Allerdings stieg die jährliche Inflationsrate in Argentinien auf 33,5 % an, was die nach wie vor angespannte Preislage im Land verdeutlicht.

Die größten Preistreiber im Juni waren die Bereiche Freizeit und Kultur sowie Wohnen und Versorgungsleistungen. Die geringsten Anstiege verzeichneten hingegen die Kategorien Bekleidung und Kommunikation. Die argentinische Zentralbank hält trotz der weiterhin hohen Jahresinflation an ihrer Prognose fest: Bis Jahresende soll die Inflationsrate auf 30,0 % sinken. Gleichzeitig erwartet die Zentralbank ein Wirtschaftswachstum von 3 % für das laufende Jahr.

Für internationale Investoren bleibt Argentinien ein Hochrisikomarkt mit hoher Volatilität, auch wenn die jüngsten Monatsdaten eine gewisse Stabilisierungstendenz signalisieren. Die Entwicklungen in beiden Ländern werden von Marktteilnehmern weltweit genau beobachtet, da sie Hinweise auf den globalen Inflationstrend und die künftige Geldpolitik der großen Notenbanken liefern.

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