Innovativer Durchbruch bei Haya Therapeutics
Preisgekröntes Start-up entschlüsselt DNA-Materie zur Bekämpfung schwerer Krankheiten

Die Investoren Andreas und Thomas Strüngmann, bekannt für ihre Beteiligungen in der Pharmabranche, haben das Schweizer Start-up Haya Therapeutics mit dem „Andreas & Thomas Strüngmann Award“ ausgezeichnet. Das in Lausanne ansässige Unternehmen entschlüsselt die „dunkle Materie der DNA“, ein vielversprechender Ansatz zur Behandlung von Krankheiten wie Herzkrankheiten und Krebs. Diese als „Junk DNA“ bezeichneten Abschnitte des Erbguts liefern keine Baupläne für Proteine, spielen jedoch eine wichtige Rolle bei Zellveränderungen durch nicht kodierende RNA.
Haya Therapeutics nutzt diese Erkenntnisse zur Entwicklung von Medikamenten, die auf diese nicht kodierenden RNAs abzielen und deren Abbau fördern. Forschende der Universität Bern haben bereits erste Erfolge in der Bekämpfung von Lungenkrebs durch diese Methode erzielt und planen, das Verfahren auch bei anderen Krebsarten anzuwenden. Auch am Johns Hopkins Kimmel Cancer Center in den USA wurden vielversprechende Ergebnisse bei aggressiven Hirntumoren durch ähnliche Ansätze verzeichnet.
Das Unternehmen, gegründet von Samir Ounzain und Daniel Blessing, arbeitet an einem Medikament gegen eine Herzkrankheit, das bereits präklinische Studien erfolgreich abgeschlossen hat. Die klinischen Studien sollen Ende 2025 beginnen. Ein weiteres Entwicklungsprojekt richtet sich gegen Lungenfibrose. Ounzain sieht großes Potenzial in der Technologie und plant, sie auf weitere Herz-Kreislauf-Erkrankungen auszuweiten, die durch Lebensstil oder Umweltbedingungen entstehen. Auch Krankheiten wie Alzheimer und Diabetes könnten durch die Forschung an der dunklen Materie der DNA besser verstanden und behandelt werden.
Haya Therapeutics hat seit seiner Gründung im Jahr 2019 durch Ounzain und Blessing rund 25 Millionen US-Dollar von verschiedenen Investoren eingesammelt. Zu den Geldgebern gehören unter anderem Apollo Health Ventures aus Berlin und mehrere Schweizer sowie ein US-amerikanischer Investor. Derzeit beschäftigt das Unternehmen 38 Mitarbeitende an seinen Standorten in Lausanne und San Diego, einem bedeutenden Biotech-Hub.
Für die Durchführung der ersten klinischen Studien benötigt das Unternehmen über 50 Millionen US-Dollar. Der Strüngmann-Award, dotiert mit 100.000 Euro, ist ein kleiner, aber wichtiger Beitrag zu diesem Finanzierungsbedarf. Weitere Finalisten des Preises waren das Hannoveraner Biotech-Unternehmen Cardior, das ein Mittel gegen Herzinsuffizienz entwickelt und kürzlich von Novo Nordisk übernommen wurde, sowie das Münchener Unternehmen Tubulis, das auf Krebstherapien spezialisiert ist und in diesem Jahr die bisher größte Biotech-Finanzierungsrunde Europas abschloss.
Lesen Sie alles zur aktuellen Aktie der Stunde
Erfahren Sie, worum es geht und warum sich ein genauer Blick jetzt lohnt.
Zur AktienanalyseMit ihrer bahnbrechenden Arbeit und dem neuen Preisgeld ist Haya Therapeutics auf einem vielversprechenden Weg, bedeutende Fortschritte in der Behandlung von schwerwiegenden Krankheiten zu erzielen und die medizinische Forschung weiter voranzutreiben.


