Insider-Käufe: Gates investiert 100 Millionen Dollar in Republic Services
Bedeutende Insiderhandelsaktivitäten vom Mittwoch zeigen: Bill Gates kauft massiv Republic-Services-Aktien nahe dem 52-Wochen-Tief.

Am Mittwoch, den 13. Mai 2026, wurden mehrere bemerkenswerte Insiderhandelsaktivitäten an den US-amerikanischen Aktienmärkten bekannt. Im Mittelpunkt steht ein Großkauf von William H. Gates III und seiner Investmentgesellschaft Cascade Investment, L.L.C., die gemeinsam rund 100,5 Millionen US-Dollar in Republic Services investierten. Die Transaktionen erfolgten zu einem Zeitpunkt, an dem die Aktie nahe ihrem 52-Wochen-Tief notierte.
Gates und Cascade Investment erwarben zwischen dem 11. und 13. Mai insgesamt 509.150 Aktien von Republic Services zu Preisen zwischen 197,18 und 203,67 US-Dollar je Aktie. Allein am 11. Mai wurden 78.150 Aktien zu einem gewichteten Durchschnittspreis von 197,18 Dollar gekauft, wobei die Einzeltransaktionen zwischen 196,83 und 197,65 Dollar lagen. Trotz des Kaufs nahe dem 52-Wochen-Tief von 196,41 Dollar deuten Daten von InvestingPro darauf hin, dass die Aktie im Vergleich zu ihrem fairen Wert derzeit überbewertet ist.
RA Capital investiert 75 Millionen Dollar in Artiva Biotherapeutics
Ebenfalls auffällig: RA Capital Management, L.P. und verbundene Unternehmen erwarben am 11. Mai insgesamt 6.510.416 Stammaktien von Artiva Biotherapeutics für rund 75 Millionen US-Dollar zu einem Preis von 11,52 Dollar je Aktie. Zusätzlich erwarb der RA Capital Healthcare Fund, L.P. 2.170.138 sogenannte Pre-Funded Warrants zum Kauf von Stammaktien zu je 11,5199 Dollar mit einem nominalen Ausübungspreis von 0,0001 Dollar. Diese Warrants sind sofort ausübbar, haben kein Verfallsdatum und unterliegen Eigentumsbeschränkungen, die verhindern, dass der Fonds mehr als 9,99 Prozent der ausstehenden Stammaktien hält.
Die Investition erfolgt in einem bemerkenswerten Marktumfeld: Die Artiva-Aktie ist im vergangenen Jahr um über 412 Prozent gestiegen, hat jedoch in der Vorwoche ausgehend vom aktuellen Kurs von 10,50 Dollar rund 15 Prozent nachgegeben. Laut InvestingPro verfügt Artiva über mehr Barmittel als Schulden und weist eine starke Current Ratio von 8,16 auf. Dennoch verzeichnete das Unternehmen in den letzten zwölf Monaten einen EBITDA-Verlust von 89,4 Millionen Dollar und bleibt unrentabel.
Weitere Insider-Käufe im Überblick
Director Brian N. Sheth und verbundene Investmentgesellschaften erwarben zwischen dem 11. und 13. Mai Stammaktien der Klasse A von Blend Labs im Wert von rund 2,79 Millionen Dollar. Insgesamt 1.951.635 Aktien wurden über Haveli Brooks Aggregator, L.P. zu Preisen zwischen 1,3371 und 1,465 Dollar erworben. Die Käufe erfolgten nahe dem 52-Wochen-Tief von 1,31 Dollar, nachdem die Aktie in der Vorwoche um fast 10 Prozent gefallen war. InvestingPro bewertet die Aktie auf dem aktuellen Niveau als unterbewertet, mit einem fairen Wert von 1,48 Dollar.
ADAR1 Capital Management, LLC, ein Zehn-Prozent-Eigentümer von Rallybio Corp, und dessen alleiniger Geschäftsführer Daniel Schneeberger erwarben gemeinsam 50.800 Stammaktien von Rallybio für insgesamt 711.054 Dollar. Die Transaktionen fanden am 11. und 12. Mai zu Preisen zwischen 13,8288 und 14,00 Dollar je Aktie statt. Die Käufe erfolgten, während die Aktie nahe ihrem 52-Wochen-Hoch von 15,31 Dollar notiert – nach einer bemerkenswerten Jahresrendite von 480 Prozent. InvestingPro sieht die Aktie bei einem aktuellen Kurs von 14,35 Dollar im Vergleich zur Fair-Value-Schätzung als überbewertet an.
Andrew M. Schleimer, CFO von TKO Group Holdings, erwarb am 13. Mai Stammaktien der Klasse A im Gesamtwert von rund 499.953 Dollar. Die zwei separaten Käufe umfassten insgesamt 2.696 Aktien zu Preisen zwischen 184,99 und 186,21 Dollar je Aktie. Nach den Transaktionen hält Schleimer direkt 30.240 Stammaktien der Klasse A von TKO Group Holdings. Die Aktie notiert aktuell bei 183,61 Dollar, wobei InvestingPro das Unternehmen im Verhältnis zu seinem fairen Wert als unterbewertet einstuft.
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Zur AktienanalyseInsider-Verkäufe: COO von Innodata trennt sich von Aktien
Auf der Verkäuferseite veräußerte Ashok Mishra, Executive Vice President und Chief Operating Officer von Innodata Inc., am 12. Mai insgesamt 242.901 Stammaktien des Unternehmens für rund 21,9 Millionen US-Dollar. Die Verkäufe erfolgten in zwei separaten Blöcken. Insiderverkäufe durch Führungskräfte können verschiedene Gründe haben und sind nicht zwingend als negatives Signal zu werten – sie können etwa der Diversifikation des persönlichen Vermögens dienen.
Insiderhandelsaktivitäten gelten Anlegern als wichtige Signale, da Unternehmensinsider über privilegiertes Wissen zu den Geschäftsaussichten ihrer Unternehmen verfügen. Käufe nahe 52-Wochen-Tiefs – wie im Fall von Republic Services und Blend Labs – werden von Marktbeobachtern besonders aufmerksam verfolgt, da sie auf Überzeugung der Insider in die langfristige Entwicklung hindeuten können.


