Insolvenzverfahren bei Gröners Handwerksfirmen
Krankenkassenbeiträge führen zu neuen finanziellen Herausforderungen

In der Unternehmensgruppe des Bauunternehmers Christoph Gröner wurden vorläufige Insolvenzverfahren für drei zentrale Handwerksfirmen angeordnet. Betroffen sind die in Leipzig ansässigen Unternehmen CG Ausbau, CG Rohbau und CG Gebäudetechnik. Die Insolvenzverfahren wurden aufgrund offener Krankenkassenbeiträge in Höhe von insgesamt etwa 200.000 Euro eingeleitet. Die entsprechenden Verfahren sind bereits seit Montag auf dem Portal www.insolvenzbekanntmachungen.de einsehbar. Das Amtsgericht Leipzig hat den Berliner Anwalt Philipp Hackländer von der Kanzlei White & Case zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt, der voraussichtlich auch für die CG Rohbau zuständig sein wird.
Christoph Gröner, ein prominenter Immobilienunternehmer, baute seine Firma seit 1995 zu einer milliardenschweren Unternehmensgruppe aus. Im Jahr 2022 erzielte die Gröner Group einen Gewinn von 7,5 Millionen Euro, während gleichzeitig Schulden in Höhe von fast einer halben Milliarde Euro ausgewiesen wurden. Die Gesellschaft bürgte zudem für über 430 Millionen Euro bei verbundenen Unternehmen. Trotz dieser hohen Schuldenlast gab Gröner an, dass die Gesellschaften „uneingeschränkt zahlungsfähig“ seien und die offenen Sozialversicherungsbeiträge begleichen könnten. Derzeit befinde man sich in Abstimmung mit den Sozialversicherungsträgern.
Die Gröner Group steht seit Monaten unter finanziellen Druck. Christoph Gröner verkaufte bereits mehrere Porsche und Villen in Südfrankreich, um sein Unternehmen zu stützen. Er kündigte an, dass er bereit sei, zusätzliche finanzielle Mittel in das Unternehmen zu investieren, um die Krise zu überwinden. In einem Gespräch mit dem Handelsblatt im April erklärte Gröner, dass er mit zehn bis zwanzig Millionen Euro investieren wolle, um die Unternehmenssituation zu verbessern.
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Zur AktienanalyseSeit Mai kam es zu mehreren Insolvenzanträgen gegen die Gröner Group. Ein Streit um Forderungen gegen die Firma CG Construction eskalierte, als ein Gerichtsvollzieher ein wertvolles Gemälde des Künstlers Neo Rauch pfändete. Das Gemälde wurde später zurückgegeben, und eine geplante Versteigerung wurde abgebrochen. Auch ein Insolvenzantrag des Berliner Finanzamts für Körperschaften I im Februar wurde Ende Mai zurückgezogen, nachdem die Forderungen beglichen worden waren. Mitte Juli folgte ein weiteres vorläufiges Insolvenzverfahren für die frühere Gröner Verwaltungs GmbH, die nun als Stratos CG GmbH firmiert. Dieses Verfahren könnte bald eingestellt werden, nachdem eine Einigung mit der Gläubigerin erzielt wurde.


