Instagram-Chef Mosseri vergleicht Social-Media-Nutzung mit Netflix-Konsum vor Gericht
Meta-Manager weist Sucht-Vorwürfe zurück und spricht von umgangssprachlicher Verwendung des Begriffs.

Instagram-Chef Adam Mosseri hat am Mittwoch vor dem Los Angeles Superior Court eine umstrittene Aussage zur Suchtgefahr sozialer Medien gemacht. Der Meta-Manager räumte zwar ein, dass eine problematische Nutzung von Social-Media-Plattformen möglich sei, wies jedoch den Begriff der Sucht zurück. Seine Argumentation: Der Ausdruck werde oft nur umgangssprachlich verwendet.
Mosseri illustrierte seine Position mit einem Vergleich aus dem Alltag. Er erklärte, dass er selbst einmal gesagt habe, nach einer Netflix-Serie "süchtig" zu sein - dies stelle jedoch keine tatsächliche klinische Abhängigkeit dar. Mit dieser Analogie versuchte der Instagram-Chef, zwischen umgangssprachlichem Gebrauch und medizinischer Definition zu unterscheiden.
Die Aussage erfolgte im Rahmen eines vielbeachteten Prozesses, bei dem mehrere Tech-Giganten auf der Anklagebank sitzen. Die Kläger werfen Meta, YouTube, TikTok und Snap vor, die Öffentlichkeit über die Sicherheit ihrer Apps getäuscht zu haben. Der Fall könnte weitreichende Folgen für die Social-Media-Branche haben.
Rechtliche Auseinandersetzung mit weitreichenden Folgen
Die Klage richtet sich gegen die größten Akteure der Social-Media-Industrie und wirft grundsätzliche Fragen zur Produktsicherheit auf. Besonders im Fokus steht dabei der Schutz junger Nutzer vor potenziell schädlichen Auswirkungen exzessiver Plattformnutzung. Die Aussagen von Mosseri dürften von Experten kritisch bewertet werden.
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Zur AktienanalyseFür Meta und die anderen angeklagten Unternehmen steht viel auf dem Spiel. Ein negatives Urteil könnte nicht nur zu hohen Schadensersatzforderungen führen, sondern auch strengere Regulierungen nach sich ziehen. Die Tech-Konzerne wehren sich vehement gegen die Vorwürfe und betonen ihre Bemühungen um Nutzersicherheit.
Der Prozess wird von Verbraucherschützern und Gesundheitsexperten mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. Kritiker bemängeln seit Jahren, dass Social-Media-Plattformen gezielt Mechanismen einsetzen, um Nutzer möglichst lange auf ihren Apps zu halten - unabhängig von den psychologischen Folgen.


