Intel-Aktie springt 11% nach Trump-Ankündigung zu Apple-Partnerschaft
Präsident Trump verkündet Vereinbarung zwischen Intel und Apple für Chip-Design und -Fertigung in den USA.

Die Intel-Aktie hat am Donnerstag einen Kurssprung von 11% verzeichnet. Auslöser war eine Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, wonach Intel eine Vereinbarung mit Apple über das Design und die Fertigung von Chips in den Vereinigten Staaten getroffen habe. Die Nachricht sorgte für erhebliche Bewegung an den Märkten und katapultierte den angeschlagenen Chiphersteller zurück in den Fokus der Anleger.
Zuletzt notierten die Intel-Papiere noch rund 8,8% im Plus, während Apple-Aktien im vorbörslichen Handel lediglich um 0,3% zulegten. CNBC hat nach eigenen Angaben sowohl Intel als auch Apple, das Weiße Haus und die Vertretung von Taipeh im Vereinigten Königreich um eine Stellungnahme gebeten. Antworten lagen zum Zeitpunkt der Berichterstattung noch nicht vor.
Turnaround nach Jahren des Kampfes
Für Intel markiert diese Entwicklung einen bedeutenden Wendepunkt. Das Unternehmen hatte jahrelang mit Fertigungsverzögerungen zu kämpfen, verlor seine marktbeherrschende Stellung und blieb im boomenden KI-Geschäft weitgehend außen vor. In den vergangenen zwölf Monaten ist die Aktie dennoch um bemerkenswerte 464% gestiegen, was Intel eine Marktkapitalisierung von rund 608,7 Milliarden US-Dollar beschert.
Seit CEO Lip-Bu Tan Anfang des vergangenen Jahres das Ruder übernahm, hat sich das Bild für Intel schrittweise gewandelt. Tan gelang es, das Interesse der Wall Street durch Investitionen von Nvidia sowie Unterstützung seitens der Trump-Administration neu zu entfachen. Das sogenannte Terafab-Projekt gilt dabei als erste bedeutende externe Zusage für Intels kapitalintensives Foundry-Geschäft – ein Bereich, der zuvor ausschließlich Chips für Intels eigene Produkte gefertigt hatte.
Chip-Sektor profitiert vom KI-Boom
Die starke Performance von Intel spiegelt einen breiteren Trend im Halbleitersektor wider. Der PHLX Semiconductor Sector Index der Nasdaq, der die 30 größten an US-Börsen gehandelten Chipunternehmen umfasst, ist im bisherigen Jahresverlauf um 90% gestiegen. Der KI-Boom hat die Aktienmärkte – insbesondere Titel mit enger Verbindung zur technologischen Infrastruktur – bislang weitgehend vor den negativen Auswirkungen geopolitischer Spannungen abschirmen können.
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Zur AktienanalyseFür deutsche Privatanleger ist die Entwicklung bei Intel besonders interessant, da das Unternehmen lange als Paradebeispiel für einen einstigen Technologieriesen galt, der den Anschluss an die Konkurrenz verloren hatte. Die nun angekündigte Partnerschaft mit Apple – einem der wertvollsten Unternehmen der Welt – könnte Intels Foundry-Strategie entscheidend voranbringen und dem Konzern eine neue, stabile Einnahmequelle erschließen.
Ob die Vereinbarung tatsächlich in der von Trump skizzierten Form besteht und welche konkreten Bedingungen sie umfasst, bleibt vorerst offen. Offizielle Stellungnahmen der beteiligten Unternehmen stehen noch aus. Anleger sollten die weiteren Entwicklungen daher aufmerksam verfolgen.


