ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Intel kämpft mit Herausforderungen im Chipmarkt

Umsatzrückgang, KI-Rückstand und unsichere Zukunft belasten den Konzern

Intel kämpft mit Herausforderungen im Chipmarkt

Intel hat einen verhaltenen Ausblick auf das erste Quartal des Jahres 2025 gegeben. Der Chipkonzern begründet dies unter anderem mit den kürzlich von den USA angekündigten Schutzzöllen, die für Unsicherheit in der Branche sorgen. Finanzchef und Co-Vorstandsvorsitzender David Zinsner erklärte, dass viele Kunden aus diesem Grund ihre Lagerbestände im vergangenen Quartal nochmals aufgestockt hätten, was den Umsatzrückgang geringer ausfallen ließ als erwartet. Trotz dieser kurzfristigen Absatzsteigerung bleibt die wirtschaftliche Lage angespannt.

Im vierten Quartal 2024 verzeichnete Intel einen Umsatzrückgang von sieben Prozent auf 14,26 Milliarden Dollar. Für das erste Quartal 2025 erwartet das Unternehmen Einnahmen in Höhe von 11,7 bis 12,7 Milliarden Dollar. Zinsner begründete diese Prognose mit saisonalen Schwächen, makroökonomischen Unsicherheiten sowie einem fortgesetzten Lagerabbau und intensivem Wettbewerb. Die strategische Ausrichtung des Unternehmens bleibt herausfordernd, insbesondere in den Bereichen Künstliche Intelligenz (KI) und Chip-Auftragsfertigung.

Der einst weltweit größte Chip-Hersteller hat Schwierigkeiten, mit der Konkurrenz mitzuhalten. Besonders im Bereich KI-Prozessoren konnte Intel bislang nicht mit dem Marktführer Nvidia Schritt halten. Die ambitionierten Verkaufsziele für KI-Chips in Höhe von mehr als 500 Millionen Dollar im Jahr 2024 mussten aufgegeben werden. Dies verdeutlicht die anhaltenden Probleme des Konzerns, in diesem wachsenden Marktsegment eine starke Position einzunehmen.

Parallel dazu leidet auch das klassische Geschäft mit Computerchips für PCs und Rechenzentren unter einer sinkenden Nachfrage. Die Sparte der Chip-Auftragsfertigung, in die der im November abgesetzte CEO Pat Gelsinger hohe Investitionen getätigt hatte, schreibt ebenfalls Verluste. Hier verliert Intel weiterhin gegenüber dem taiwanesischen Konkurrenten TSMC an Boden. Eine Abspaltung dieses Geschäftsbereichs wird mittlerweile nicht mehr ausgeschlossen, nachdem das Unternehmen im dritten Quartal 2024 den größten Quartalsverlust seiner Firmengeschichte hinnehmen musste.

Zusätzlich stellte Intel die Entwicklung des KI-Chips "Falcon Shores" ein, der nun nur noch intern zu Testzwecken genutzt werden soll. Die Suche nach einem dauerhaften Nachfolger für den ehemaligen CEO Gelsinger ist weiterhin im Gange. In der Zwischenzeit führen Zinsner und seine Co-Vorstandsvorsitzende Michelle Johnston Holthaus das Unternehmen gemeinsam weiter. Sie betonen, dass die strategische Neuausrichtung des Konzerns weiterhin konsequent vorangetrieben werde.

Anleger zeigen sich angesichts der aktuellen Situation verunsichert. Michael Schulman, Chef-Anleger des Vermögensverwalters Running Point, unterstrich die Bedeutung einer stabilen Führung, um sich im hart umkämpften Halbleitermarkt zu behaupten. Dennoch konnte die Intel-Aktie im nachbörslichen Handel um gut drei Prozent zulegen, nachdem sie in den Tagen zuvor insgesamt mehr als 13 Prozent an Wert verloren hatte.

IntelMikrochipsFinanzenTechnologie

Disclaimer