Intel mit Quartalsverlust – TikTok sichert US-Geschäft
Die US-Märkte zeigten sich am Freitag verhalten, während Intel einen überraschenden Quartalsverlust meldete. Parallel sicherte TikTok durch ein Joint Venture seine Zukunft in den USA.

Die Futures auf die wichtigsten US-Aktienindizes bewegten sich am Freitag nur wenig, nachdem Präsident Trump die Spannungen um Grönland entschärft hatte. Die Aufmerksamkeit der Anleger richtete sich nun auf Unternehmensergebnisse und die kommende Zinsentscheidung der Federal Reserve.
Intel enttäuscht mit Quartalszahlen
Der Chiphersteller Intel meldete für das vierte Quartal einen Nettoverlust von 333 Millionen US-Dollar – deutlich schlechter als von Analysten erwartet. Die Aktie geriet im nachbörslichen Handel unter Druck.
CFO David Zinsner führte den Verlust auf Lieferengpässe bei Chips für KI-Rechenzentren zurück. Diese Probleme könnten sich bis weit ins Jahr 2026 erstrecken. Für das laufende Quartal prognostiziert Intel einen Verlust von 0,21 US-Dollar je Aktie.
Besonders enttäuschend: Intel gab keine konkreten Updates zu neuen Kunden für seine Chipfertigungssparte bekannt. Auch zur nächsten Generation der 14A-Fertigungstechnologie fehlten Details. Analysten hatten auf die Ankündigung eines Großkunden wie Apple gehofft.
TikTok sichert US-Präsenz durch Umstrukturierung
TikTok gab ein von der Trump-Regierung vermitteltes Joint Venture bekannt, das den Betrieb der App in den USA langfristig sichert. US-amerikanische und globale Investoren wie Oracle, SilverLake und MGX halten künftig 80,1 Prozent der Anteile, während die chinesische Muttergesellschaft ByteDance nur noch 20 Prozent behält.
Die Umstrukturierung erfolgte nach jahrelangen Bedenken der US-Gesetzgeber bezüglich nationaler Sicherheitsrisiken. Ein 2024 verabschiedetes Gesetz hatte ByteDance zur Veräußerung der US-Vermögenswerte gezwungen.
Trotz der Unsicherheit florierte TikTok 2025 in den USA. Die App war die zweithäufigst heruntergeladene in den US-App-Stores. Die Einnahmen aus Werbung, In-App-Käufen und E-Commerce stiegen um 26,2 Prozent auf 13,9 Milliarden US-Dollar.
Bank of Japan hält Zinsen stabil
Die Bank of Japan beließ ihren Leitzins erwartungsgemäß bei 0,75 Prozent, hob jedoch ihre Prognosen für Wirtschaftswachstum und Inflation an. Die Notenbank bekräftigte ihre Absicht, die Zinsen weiter zu erhöhen, wenn sich die Wirtschaft wie prognostiziert entwickelt.
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Zur AktienanalyseAnalysten von Capital Economics erwarten eine weitere Zinsanhebung möglicherweise schon vor Juli, da die reale Politikrate weiterhin "tief negativ" sei.
Gold erreicht Rekordhoch
Gold kletterte im asiatischen Handel auf ein Rekordhoch nahe 5.000 US-Dollar pro Unze. Die Nachfrage nach sicheren Anlagen stieg, nachdem Trump die Entsendung von Schiffen in Richtung Iran ankündigte. Auch Silber und Platin markierten neue Höchststände.

