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Intel stockt Aktienangebot auf 20 Milliarden Dollar auf

Der Chiphersteller nutzt die starke Kurserholung und erhöht sein geplantes Aktienangebot deutlich um fünf Milliarden Dollar.

Intel stockt Aktienangebot auf 20 Milliarden Dollar auf

Die Intel Corporation (NASDAQ: INTC) hat am Montagabend bekannt gegeben, dass sie ihr geplantes Aktienangebot von ursprünglich 15 Milliarden US-Dollar auf 20 Milliarden US-Dollar aufgestockt hat. Der US-amerikanische Chiphersteller nutzt damit gezielt die deutliche Kurserholung der vergangenen Monate, um frisches Kapital für den weiteren Ausbau seiner Fertigungskapazitäten zu beschaffen.

Der Ausgabepreis der neuen Aktien wurde auf 95 US-Dollar pro Aktie festgesetzt. Das entspricht einem Abschlag von 6,5 Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom Freitag – also dem letzten Handelstag, bevor Intel das geplante Angebot öffentlich angekündigt hatte. Insgesamt bietet das Unternehmen 210,5 Millionen Stammaktien an und räumt den beteiligten Konsortialbanken zusätzlich eine 30-tägige Option zum Kauf von bis zu 31,6 Millionen weiteren Aktien ein.

Der erwartete Nettoerlös aus dem Angebot beläuft sich laut Intel auf rund 19,7 Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen gab an, die Mittel für allgemeine Unternehmenszwecke einzusetzen – ein Hinweis darauf, dass die Gelder flexibel zur Finanzierung des laufenden Sanierungsplans verwendet werden sollen.

Kursrally als Auslöser für Kapitalerhöhung

Die Ankündigung erfolgte nur wenige Stunden, nachdem die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet hatte, dass Intel eine Aufstockung seines Angebots plane. Die Aktie des Halbleiterkonzerns hat sich im bisherigen Jahresverlauf fast verdreifacht – eine bemerkenswerte Entwicklung, die auf neuen Optimismus rund um Intels laufenden Sanierungsplan zurückzuführen ist. Dieser Plan zielt unter anderem darauf ab, die einst marktbeherrschende Stellung des Unternehmens in der Halbleiterindustrie wiederherzustellen.

Die starke Kursentwicklung hatte bereits im Vorfeld verstärkt Spekulationen ausgelöst, dass Intel die günstige Marktlage nutzen und durch Aktienverkäufe Kapital aufnehmen würde. Für Anleger ist eine solche Kapitalerhöhung mit Abschlag ein klassisches Signal: Das Unternehmen braucht Mittel und ist bereit, neue Aktionäre zu einem günstigeren Preis ins Boot zu holen.

Kursreaktion: Minus am Tag, Plus nachbörslich

An der Börse reagierten Anleger zunächst verhalten: Die Intel-Aktie verlor am Montag über 4 Prozent an Wert – eine typische Reaktion auf die Ankündigung einer Kapitalerhöhung, da bestehende Aktionäre durch die neuen Aktien verwässert werden. Im nachbörslichen Handel drehte der Kurs jedoch ins Plus und legte um 0,9 Prozent zu.

Intel befindet sich seit Jahren in einem tiefgreifenden Umbau. Der Konzern, der einst den globalen Halbleitermarkt dominierte, kämpft darum, gegenüber Konkurrenten wie AMD und TSMC wieder an Boden zu gewinnen. Die nun eingesammelten Milliarden sollen helfen, die dafür notwendigen Investitionen in Produktion und Technologie zu stemmen.

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