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Intel verliert KI-Chef an OpenAI

Abgang von Sachin Katti verschärft Druck auf den US-Chipkonzern im KI-Wettlauf

Intel verliert KI-Chef an OpenAI

Der US-Chiphersteller Intel muss einen weiteren Rückschlag in seinem Kampf um die Führungsrolle im Bereich Künstliche Intelligenz verkraften. Der Chief Technology and AI Officer Sachin Katti hat das Unternehmen nach weniger als einem Jahr verlassen, um zu OpenAI zu wechseln. Bei dem kalifornischen KI-Pionier soll Katti künftig an der Weiterentwicklung der technischen Infrastruktur arbeiten, wie OpenAI-Präsident Greg Brockman auf sozialen Medien bekannt gab.

Intel bestätigte den Abgang und teilte mit, dass CEO Lip-Bu Tan die Aufgaben des ausscheidenden Managers vorübergehend übernehmen werde. Das Unternehmen betonte, dass Künstliche Intelligenz weiterhin zu den strategischen Schwerpunkten gehöre und der bestehende Technologie- und Produktplan zur Entwicklung neuer KI-Workloads unverändert umgesetzt werde.

Katti war erst Anfang 2025 an die Spitze der KI-Sparte bei Intel berufen worden. Zuvor hatte er in leitenden Positionen innerhalb des Unternehmens an der Schnittstelle von Cloud-Infrastruktur und Halbleitertechnik gearbeitet. Mit seinem Weggang verliert Intel eine Schlüsselfigur, die maßgeblich an der strategischen Neuausrichtung im Bereich Hochleistungsrechner und KI beteiligt war.

Der Konzern kämpft seit geraumer Zeit damit, technologisch zu Marktführer Nvidia aufzuschließen, der den Bereich mit seinen spezialisierten Grafikprozessoren dominiert. Zugleich gilt OpenAI als einer der wichtigsten Abnehmer solcher Chips, arbeitet jedoch auch an eigenen Prozessorlösungen, um die Abhängigkeit von externen Lieferanten zu verringern. Der Wechsel von Katti könnte daher die ohnehin enge Verbindung zwischen Chipentwicklung und KI-Software weiter vertiefen.

Intel steht vor der Herausforderung, trotz personeller Umbrüche den eingeschlagenen Kurs zu halten und das Vertrauen von Investoren zurückzugewinnen. Der Konzern setzt auf neue Produktionskapazitäten und Investitionen in Forschung, um den technologischen Rückstand zu verringern. Beobachter werten den Wechsel als weiteren Beleg für den zunehmenden Wettbewerb um Spitzenkräfte in der globalen KI-Branche.

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