ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Intellia Therapeutics: CRISPR-Therapie besteht entscheidende Spätphasenstudie erfolgreich

Die CRISPR-basierte Einmalbehandlung gegen hereditäres Angioödem reduzierte Attacken um 87 Prozent und ebnet den Weg zur FDA-Zulassung.

Intellia Therapeutics: CRISPR-Therapie besteht entscheidende Spätphasenstudie erfolgreich

Intellia Therapeutics hat einen bedeutenden Durchbruch in der Gentherapie erzielt. Das Unternehmen gab bekannt, dass seine auf der nobelpreisgekrönten CRISPR-Technologie basierende Behandlung die Ziele einer Spätphasenstudie erreicht hat. Damit rückt das Unternehmen einem Zulassungsantrag bei der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA deutlich näher.

Im Mittelpunkt steht die Behandlung des hereditären Angioödems (HAE), einer seltenen und potenziell lebensbedrohlichen Erkrankung. Bei HAE ist ein bestimmtes Peptid im Körper überaktiv und löst schwere Schwellungsattacken aus. Die CRISPR-Technologie ermöglicht es, das verantwortliche Gen direkt in der Leber des Patienten auszuschalten.

Beeindruckende Studienergebnisse

Die klinischen Daten sprechen eine deutliche Sprache: Die Einmalbehandlung reduzierte die Häufigkeit von Schwellungsattacken im Vergleich zu einem Placebo um 87 Prozent. Sechs Monate nach der Behandlung waren 62 Prozent der Patienten vollständig frei von Attacken und benötigten keine weiteren Therapien. Diese Ergebnisse markieren einen Meilenstein für die gesamte Branche der Gen-Editierung.

Die Behandlung wird einmalig durch eine mehrstündige Infusion verabreicht. Dabei werden die genetischen Modifikationen direkt im Körper des Patienten – sogenannte In-vivo-Editierung – vorgenommen. Dies unterscheidet den Ansatz von Intellia grundlegend von bestehenden CRISPR-Therapien.

In vivo statt ex vivo: Ein entscheidender Unterschied

Das bislang einzige von der FDA zugelassene CRISPR-Medikament ist Casgevy von Vertex Pharmaceuticals. Bei diesem Präparat erfolgt die Gen-Editierung außerhalb des Körpers (ex vivo): Blutzellen werden entnommen, außerhalb des Körpers modifiziert und anschließend wieder infundiert. Der Ansatz von Intellia hingegen nimmt die Veränderungen direkt im lebenden Organismus vor – ein technologisch anspruchsvolleres Verfahren.

Intellia hat bereits ein rollierendes Zulassungsverfahren bei der FDA eingeleitet. Den vollständigen Antrag plant das Unternehmen in der zweiten Jahreshälfte 2026 einzureichen. Im Falle einer Zulassung soll die Behandlung, die den Namen Lonvoguran Ziclumeran trägt, in der ersten Jahreshälfte 2027 auf dem US-Markt eingeführt werden.

Kommerzielles Potenzial und Risiken

Trotz der vielversprechenden Ergebnisse steht Intellia vor einer wichtigen Herausforderung: Im Falle einer Zulassung wird Lonvoguran Ziclumeran mit rund einem Dutzend anderer Medikamente zur chronischen HAE-Behandlung konkurrieren. Die Attraktivität einer Einmaltherapie ist zwar hoch, doch die kommerzielle Geschichte von Gentherapien ist nicht makellos.

Als warnendes Beispiel gilt BioMarin, das seine Gentherapie gegen Hämophilie A aufgrund schwacher Verkaufszahlen vom Markt zurückzog. Ein zentrales Problem war dabei die Frage nach der Dauerhaftigkeit der Wirkung. Intellia betont hingegen, dass in fast sechs Jahren Beobachtungszeit kein einziger Fall eines nachlassenden Therapieeffekts dokumentiert wurde. Dennoch zögert das Unternehmen, die Behandlung als funktionelle Heilung zu bezeichnen.

Für deutsche Anleger und Patienten ist der Fortschritt von Intellia besonders relevant: HAE ist eine seltene Erkrankung, die auch in Europa Tausende von Menschen betrifft. Eine dauerhafte Einmaltherapie könnte die Behandlungslandschaft für Betroffene grundlegend verändern und die Abhängigkeit von lebenslangen Dauertherapien beenden.

Intellia TherapeuticsCrispr TherapieHereditäres AngioödemGentherapieFda ZulassungLonvoguran ZiclumeranGen-Editierung

Disclaimer