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Irak schließt Abkommen mit Chevron über Nassiriya-Projekt

Regierung setzt auf neue Verträge mit internationalen Ölkonzernen zur Steigerung der Förderkapazität

Irak schließt Abkommen mit Chevron über Nassiriya-Projekt

Irak hat mit dem US-Energiekonzern Chevron eine Grundsatzvereinbarung für das Nassiriya-Projekt unterzeichnet, wie Ministerpräsident Mohammed Shia al-Sudani erklärte. Das Vorhaben umfasst vier Explorationsblöcke sowie die Entwicklung weiterer bestehender Ölfelder. Damit setzt das Land seinen Kurs fort, internationale Ölgesellschaften wieder stärker einzubinden, nachdem diese sich über Jahre hinweg aus dem Irak zurückgezogen hatten.

In den vergangenen zwei Jahren hatte die Regierung in Bagdad bereits Vereinbarungen mit anderen großen Ölkonzernen abgeschlossen. Zu den Unternehmen gehören TotalEnergies aus Frankreich und der britische Energieriese BP. Deren Projekte belaufen sich gemeinsam auf Investitionen in Höhe von mehr als 50 Milliarden Dollar. Mit verbesserten Vertragsbedingungen versucht der Irak, ausländisches Kapital und technisches Know-how anzuziehen, um die eigene Förderkapazität zu steigern und neue Ressourcen zu erschließen.

Chevron zeigte sich überzeugt, einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung des irakischen Energiesektors leisten zu können. Frank Mount, Vizepräsident für Unternehmensentwicklung bei Chevron, betonte, das Unternehmen verfüge über Erfahrung, Technologie und finanzielle Mittel, um den Irak bei der Erschließung zusätzlicher Energiequellen zu unterstützen. Chevron ist bereits seit Jahren in Gesprächen mit der irakischen Regierung über mögliche Projekte in der ölreichen Provinz Dhi Qar.

Bereits 2021 hatte die staatliche National Oil Company grünes Licht erhalten, mit Chevron über die Entwicklung der Ölfelder in Nassiriya zu verhandeln. Damals kündigte das Ölministerium an, in der Region eine Reihe großangelegter Vorhaben umzusetzen. Geplant war unter anderem der Ausbau von Öl- und Gasfeldern sowie Investitionen in den Bereich Wasserinjektion. Ziel war es, binnen sieben Jahren nach Projektbeginn eine Produktionskapazität von zunächst 600.000 Barrel Rohöl pro Tag zu erreichen.

Ministerpräsident al-Sudani erklärte, seine Regierung habe einen neuen Ansatz im Umgang mit großen internationalen Ölgesellschaften gewählt. Besonders US-Unternehmen wolle man verstärkt in die Entwicklung des irakischen Energiesektors einbinden. Dieser Kurswechsel soll dem Land helfen, die Ausbeutung seiner umfangreichen Ölreserven effizienter zu gestalten und die wirtschaftliche Grundlage des Irak langfristig zu sichern.

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