Iran begrenzt Schiffsdurchfahrt durch Straße von Hormus auf 15 täglich
Im Rahmen eines Waffenstillstandsabkommens mit den USA soll die strategisch wichtige Meerenge stark eingeschränkt werden.

Der Iran plant, die Durchfahrt durch die Straße von Hormus auf maximal 15 Schiffe pro Tag zu begrenzen. Dies berichtete die staatliche russische Nachrichtenagentur TASS am Donnerstag unter Berufung auf eine namentlich nicht genannte hochrangige iranische Quelle. Die Maßnahme soll demnach Teil eines Waffenstillstandsabkommens mit den Vereinigten Staaten sein.
Die Straße von Hormus gilt als eine der bedeutendsten Wasserstraßen der Welt. Die nur 34 Kilometer breite Meerenge zwischen dem Iran und dem Oman ist die Hauptroute für rund ein Fünftel der weltweiten Ölversorgung. Darüber hinaus werden durch sie weitere lebensnotwendige Güter transportiert, darunter auch Düngemittel. Die Passage verbindet den Persischen Golf mit dem Indischen Ozean.
Blockade seit Ende Februar
Seit Beginn des Konflikts Ende Februar hat der Iran die Meerenge weitgehend blockiert. Diese Blockade hatte bereits spürbare Auswirkungen auf die globalen Energiemärkte und führte zu einem Anstieg der weltweiten Ölpreise. Für Importeure und Exporteure von Rohöl weltweit – darunter auch europäische Länder – ist die freie Durchfahrt durch die Straße von Hormus von zentraler wirtschaftlicher Bedeutung.
Die nun gemeldete Begrenzung auf 15 Schiffe täglich stellt zwar eine Lockerung der bisherigen vollständigen Blockade dar, bleibt jedoch weit hinter dem normalen Schiffsverkehr durch die Meerenge zurück. Unter regulären Bedingungen passieren deutlich mehr Tanker und Frachtschiffe täglich diese strategisch wichtige Route.
Bedeutung für die globale Energieversorgung
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Zur AktienanalyseFür deutsche Verbraucher und die europäische Wirtschaft ist die Entwicklung rund um die Straße von Hormus von erheblicher Relevanz. Einschränkungen des Öltransports durch diese Meerenge wirken sich direkt auf die globalen Rohölpreise aus und können sich mittelfristig auf Energiekosten und Kraftstoffpreise auswirken.
Die Informationen stammen bislang ausschließlich aus einer anonymen iranischen Quelle, die der russischen Staatsagentur TASS gegenüber Angaben machte. Eine offizielle Bestätigung durch iranische Regierungsstellen oder die US-amerikanische Seite liegt nach aktuellem Stand nicht vor. Anleger und Marktteilnehmer sollten die weiteren Entwicklungen in dieser Region daher aufmerksam verfolgen.


