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Iran bittet USA um Treffen in Katar – Ölpreise steigen

Trump bestätigt iranisches Gesprächsersuchen in Doha, während eine Waffenruhe in der Straße von Hormus die Lage entschärfen soll.

Iran bittet USA um Treffen in Katar – Ölpreise steigen

Der Iran hat die Vereinigten Staaten um ein Treffen in der katarischen Hauptstadt Doha gebeten. Das teilte US-Präsident Donald Trump am Montag in einem Social-Media-Post mit. Weitere Details nannte Trump zunächst nicht.

Trumps Pressesprecherin Karoline Leavitt bestätigte gegenüber Fox News, dass die ranghohen Gesandten des Präsidenten, Steve Witkoff und Jared Kushner, an den Gesprächen teilnehmen würden. Zuvor hatte das Wall Street Journal berichtet, dass die USA dem Iran Gespräche in Doha angeboten hatten. Die Einzelheiten des Gipfels standen demnach noch nicht fest, ein Treffen könnte jedoch bereits am Dienstag stattfinden.

Laut einem Bericht der New York Times, der sich auf einen US-Beamten beruft, hat der Iran noch nicht bestätigt, ob die Gespräche in dieser Woche stattfinden werden. Teheran befinde sich jedoch in Beratungen mit der katarischen Regierung. Axios berichtete als erstes Medium über eine Vereinbarung zur Einstellung der Kämpfe und zur Wiederaufnahme der Gespräche.

Waffenruhe in der Straße von Hormus

Im Mittelpunkt der Entwicklungen steht die Straße von Hormus – ein kritischer Seeweg für etwa ein Fünftel des weltweiten Erdöls und Flüssigerdgases. Medienberichte meldeten, dass beide Seiten eine Vereinbarung zur Einstellung der gegenseitigen Angriffe in der Meerenge erzielt hätten. Eine solche Vereinbarung würde es Schiffen ermöglichen, die Straße ungehindert zu durchqueren.

Scharmützel in der vergangenen Woche hatten ein zwei Wochen altes Waffenstillstandsabkommen zu untergraben gedroht, das zur Wiederaufnahme einiger Aktivitäten in der Wasserstraße vor der Südküste Irans beigetragen hatte. US-Beamte machten den Iran für Angriffe auf Schiffe in der Meerenge in den letzten Tagen verantwortlich, obwohl Teheran die Verantwortung dafür nicht übernommen hat.

Der Iran übt seit Beginn des Nahostkonflikts Ende Februar eine strenge Kontrolle über die Wasserstraße aus und verlangt, dass alle Schiffe, die die Durchfahrt versuchen, von ihm festgelegte Routen befolgen. Am Sonntag erklärten die iranischen Revolutionsgarden, sie hätten auf amerikanische Angriffe mit Attacken auf einen US-Stützpunkt in Bahrain und einen kuwaitischen Luftwaffenstützpunkt reagiert. Ein US-Beamter sagte gegenüber der New York Times, dass iranische Drohnen und Raketen abgeschossen oder abgefangen worden seien.

Ölpreise reagieren verhalten

Die geopolitischen Spannungen hinterlassen ihre Spuren an den Rohstoffmärkten. Die Ölpreise stiegen am Montag leicht an, notierten jedoch nach einem starken Rückgang in der vergangenen Woche weiterhin nahe dem Niveau von vor dem Krieg. Angesichts der Bedeutung der Straße von Hormus für die globale Energieversorgung beobachten Märkte und Investoren die diplomatischen Entwicklungen zwischen Washington und Teheran mit großer Aufmerksamkeit.

Für deutsche Anleger ist die Lage besonders relevant: Eine anhaltende Eskalation in der Meerenge könnte die Energiepreise weltweit treiben und damit auch die Inflation in Europa beeinflussen. Die Aussicht auf Gespräche zwischen den USA und dem Iran gilt daher als stabilisierendes Signal – auch wenn die konkreten Ergebnisse noch offen sind.

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