ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Iran-Konflikt belastet Lieferketten: Frachtraten steigen massiv

Während Friedensgespräche stocken, klettern Luft- und Seefrachtraten auf breiter Front – mit spürbaren Folgen für globale Lieferketten.

Iran-Konflikt belastet Lieferketten: Frachtraten steigen massiv

Der Iran-Konflikt tritt in seinen dritten Monat ein – und ein Ende ist nicht in Sicht. US-Präsident Donald Trump hat eine geplante Reise seiner Top-Gesandten Jared Kushner und Steve Witkoff nach Pakistan kurzfristig abgesagt, wo Vermittlungsgespräche stattfinden sollten. Trump erklärte gegenüber Reportern, der Iran habe zwar Angebote unterbreitet, diese seien jedoch „nicht ausreichend". Der iranische Präsident Masoud Pezeshkian machte seinerseits deutlich, dass Teheran unter Drohungen oder Blockaden keine „aufgezwungenen Verhandlungen" führen werde.

Die diplomatische Sackgasse hat unmittelbare Folgen für die Weltwirtschaft. Laut Analysten von Bernstein sind die Luftfracht-Spotraten seit Beginn des Konflikts um rund 30 % gestiegen. Gleichzeitig haben die Benchmark-Preise für Seefracht deutlich angezogen: Der Shanghai Containerized Freight Index verzeichnete seit Mitte Februar einen Anstieg von 42 %, der Drewry World Container Index legte um 18 % zu.

Luftfracht unter besonderem Druck

Besonders hart trifft es den Luftfrachtmarkt. Fluggesellschaften wie Qatar Airways und Emirates haben ihre Kapazitäten auf 60 % beziehungsweise 74 % ihres Normalniveaus reduziert – unter anderem wegen einer Verdoppelung der Kerosinkosten. Die durchschnittlichen Luftfrachtraten erreichten im Januar 2026 etwa 3,30 USD pro Kilogramm. Obwohl das abrechenbare Frachtgewicht im März und April um 5 bis 10 % sank, stiegen die Umsätze aufgrund von Treibstoff-, Versicherungs- und Personalzuschlägen im zweistelligen Bereich.

Im Bereich der Seefracht bleiben die direkten Auswirkungen des Konflikts geografisch begrenzt: Nur etwa 2 % des weltweiten Containerverkehrs passieren die Straße von Hormus. Dennoch meiden die Reedereien weiterhin das Rote Meer und weichen auf die deutlich längere Route um das Kap der Guten Hoffnung aus. Eine kurzfristige Entspannung der Kapazitätslage gilt damit als unwahrscheinlich. Bernstein prognostiziert für die kommenden Jahre ein Angebotswachstum in der Schifffahrt, das die strukturelle Nachfrage übersteigen könnte.

Auch Lkw-Transport spürt die Folgen

Der Lkw-Transportmarkt steht ebenfalls unter Druck. Die Spotraten – exklusive Treibstoffkosten – stiegen im April um 25 % gegenüber dem Vorjahr. J.B. Hunt Transport Services berichtete von einem „bedeutend anderen" Frachtumfeld, das von einer angebotsgetriebenen Erholung geprägt sei. Die gestiegenen Ölpreise – ein Plus von 25 bis 30 USD pro Barrel seit Konfliktbeginn – wirken sich dabei auf alle Transportmodi aus und erhöhen den Kostendruck entlang der gesamten Lieferkette.

Trotz dieser Belastungen zeigen die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für März ein gemischtes, aber teils robustes Bild. Die USA verzeichneten einen Wert von 52,7, China von 50,8 und Europa von 51,6 – allesamt über der Wachstumsschwelle von 50.

Bernstein mit klaren Aktienempfehlungen

An den Aktienmärkten hat Bernstein klare Präferenzen formuliert. DSV erhält eine „Outperform"-Einstufung, während Maersk aufgrund des herausfordernden Ausblicks für die Containerschifffahrt mit „Underperform" bewertet wird. FedEx und UPS behalten ihre „Outperform"-Einstufungen bei. Für Anleger, die in Logistik- und Transportwerte investiert sind, bleibt die Entwicklung der Friedensgespräche damit ein entscheidender Kurstreiber in den kommenden Wochen.

Iran-KonfliktLieferkettenLuftfrachtratenSeefrachtindexShanghai Containerized Freight IndexLogistikaktienÖlpreis

Disclaimer