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Iran-Krieg: Tausende Tote in mehreren Ländern des Nahen Ostens

Seit dem Ausbruch des Konflikts am 28. Februar steigt die Zahl der Todesopfer dramatisch.

Iran-Krieg: Tausende Tote in mehreren Ländern des Nahen Ostens

Seit dem Beginn des Iran-Krieges am 28. Februar 2025, als die USA und Israel den Iran angriffen, sind tausende Menschen im Nahen Osten ums Leben gekommen. Die Angriffe lösten eine Kettenreaktion aus: Der Iran attackierte Israel, US-Stützpunkte und Golfstaaten, während gleichzeitig eine neue Kriegsfront im Libanon entstand. Reuters hat die gemeldeten Todeszahlen zusammengestellt, konnte diese jedoch nicht unabhängig verifizieren.

Die in den USA ansässige Menschenrechtsorganisation HRANA beziffert die Gesamtzahl der Getöteten im Iran auf 3.531 Personen. Darunter befinden sich 1.607 Zivilisten, mindestens 244 davon Kinder. Die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften meldet ihrerseits mindestens 1.900 Tote und 20.000 Verletzte durch US-israelische Angriffe auf iranischem Territorium. Ob in dieser Zahl die mindestens 104 Todesopfer eines US-Angriffs auf ein iranisches Kriegsschiff vor Sri Lanka am 4. März enthalten sind, ist unklar.

Libanon: Über 1.300 Tote seit Anfang März

Im Libanon haben israelische Angriffe seit dem 2. März nach Angaben der libanesischen Behörden 1.368 Menschen das Leben gekostet, darunter mindestens 124 Kinder. Mehr als 400 Hisbollah-Kämpfer wurden getötet, seit die bewaffnete Gruppe am selben Tag eine neue Kriegsfront gegen Israel eröffnete. Neun libanesische Soldaten kamen bei israelischen Angriffen ums Leben, die meisten davon im Südlibanon. Zudem verloren drei UN-Friedenstruppen aus Indonesien ihr Leben – einer durch eine Explosion am Straßenrand, ein weiterer durch ein Projektil.

Im Irak meldeten Gesundheitsbehörden mindestens 108 Todesopfer seit Kriegsbeginn. Zu den Opfern zählen Zivilisten, Mitglieder der irannahen schiitischen Volksmobilisierungskräfte, kurdische Peschmerga-Kämpfer, Polizei- und Armeeangehörige sowie ein ausländisches Besatzungsmitglied, das bei einem Tankerangriff nahe eines irakischen Hafens getötet wurde.

US-amerikanische und israelische Verluste

Auf israelischer Seite töteten Raketen aus dem Iran und dem Libanon 19 Menschen, wie der israelische Rettungsdienst mitteilte. Das israelische Militär verlor zudem 10 Soldaten im Südlibanon. Am 22. März kam durch einen Unfall ein israelischer Bauer nahe der libanesischen Grenze ums Leben.

Die US-Streitkräfte verzeichnen 13 Todesopfer: Sechs wurden für tot erklärt, nachdem ein Militärtankflugzeug über dem Irak abstürzte, sieben weitere fielen bei Einsätzen gegen den Iran. Zwölf US-Soldaten wurden bei einem iranischen Angriff auf den Luftwaffenstützpunkt Prince Sultan in Saudi-Arabien verwundet, zwei davon schwer.

Golfstaaten ebenfalls betroffen

Die Vereinigten Arabischen Emirate meldeten zwölf Todesopfer durch iranische Angriffe, darunter zwei Soldaten. Der jüngste Todesfall ereignete sich, als Trümmer eines abgefangenen Angriffs auf die Habshan-Gasanlagen in Abu Dhabi niedergingen. In Katar kamen sieben Menschen am 22. März bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben, den das katarische Verteidigungsministerium auf eine technische Fehlfunktion zurückführte. Unter den Opfern befanden sich vier katarische Soldaten, ein türkischer Soldat sowie zwei Techniker des türkischen Rüstungskonzerns Aselsan.

In Bahrain wurden zwei Menschen bei iranischen Angriffen getötet, darunter ein marokkanischer Staatsangehöriger, der als ziviler Auftragnehmer für die VAE tätig war. Im Oman starben zwei Menschen bei einem Drohnenangriff auf eine Industriezone in der Provinz Sohar – die ersten Todesopfer in einem Land, das zuvor noch als Vermittler zwischen den USA und dem Iran aufgetreten war. In Saudi-Arabien kamen zwei Menschen ums Leben, als ein Projektil ein Wohngebiet in Al-Chardsch traf.

Auch außerhalb der Kernregion gibt es Opfer: Im israelisch besetzten Westjordanland wurden vier palästinensische Frauen durch einen iranischen Raketenangriff getötet. In Syrien traf eine iranische Rakete am 28. Februar ein Gebäude in der Stadt Sweida und kostete vier Menschen das Leben. Ein französischer Soldat wurde getötet und sechs weitere verwundet, als ein Drohnenangriff eine Antiterror-Ausbildungsmission im Nordirak traf.

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