Israel: Wirtschaft wächst 2026 trotz Krieg gegen Iran
Israels Finanzministerium prognostiziert für 2026 ein BIP-Wachstum zwischen 3,3 und 3,8 Prozent – abhängig von der Kriegsdauer.

Israels Wirtschaft soll im Jahr 2026 zwischen 3,3 und 3,8 Prozent wachsen. Das teilte das israelische Finanzministerium am Montag mit. Die Bandbreite der Prognose hängt direkt davon ab, wie lange die Kämpfe mit dem Iran und der vom Iran unterstützten Hisbollah im Libanon andauern.
Im optimistischsten Szenario – einem Kriegsende mit dem Iran bis Mitte April und dem Ende der Hisbollah-Kämpfe bis Ende April – könnte das Wachstum 3,8 Prozent erreichen. Sollten die Auseinandersetzungen mit dem Iran bis Ende April und mit der Hisbollah bis Juni anhalten, rechnet das Ministerium nur noch mit 3,3 Prozent Wachstum. Zum Vergleich: Im Jahr 2025 wuchs die israelische Wirtschaft infolge des Gazakrieges lediglich um 2,9 Prozent.
Die aktuellen Prognosen liegen deutlich unter früheren Erwartungen. Nach dem Waffenstillstand im Gazastreifen im Oktober hatte das Ministerium das Wachstum für 2026 noch auf 5,2 Prozent geschätzt. Anfang März, kurz nach Beginn des Luftkriegs gegen den Iran, senkte das Ministerium diese Prognose bereits auf 4,8 Prozent.
Parlament billigt Rekordhaushalt
Parallel zur Wachstumsprognose verabschiedete das israelische Parlament am Montag einen verteidigungsorientierten Staatshaushalt für 2026. Das Haushaltsvolumen beläuft sich auf 699 Milliarden Schekel – umgerechnet rund 221 Milliarden US-Dollar. Der Haushalt sieht höhere Verteidigungsausgaben vor und spiegelt die gestiegenen Kosten des gemeinsamen Krieges Israels und der USA gegen den Iran wider.
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Für das Jahr 2027 zeigt sich das Finanzministerium deutlich optimistischer: Je nach Verlauf der Konflikte mit dem Iran und der Hisbollah wird ein Wirtschaftswachstum zwischen 5,3 und 6,1 Prozent erwartet. Voraussetzung dafür ist eine schrittweise Normalisierung der Sicherheitslage in der Region.


