IT-Panne bei Crowdstrike: Dank per Essensgutschein
Ein fehlerhaftes Update führte zu weltweiten Ausfällen und erheblichen Störungen.

Ein fehlerhaftes Update von Crowdstrike hat weltweit zu erheblichen Computerausfällen geführt. Die amerikanische Softwarefirma reagierte darauf, indem sie ihren IT-Mitarbeitern einen Zehn-Dollar-Gutschein von Uber Eats zukommen ließ. Diese Geste erfolgte als Dank für die zusätzliche Arbeit, die durch die Panne entstanden war. Der Vorfall hatte weitreichende Folgen, von Flugzeugausfällen bis hin zu Beeinträchtigungen in Krankenhäusern und Banken.
Die IT-Panne trat in der vergangenen Woche auf und führte zu massiven Störungen. Flughäfen mussten den Betrieb einstellen, Fernsehsender blieben schwarz, und in vielen Ländern waren wichtige Dienstleistungen nicht mehr verfügbar. So war zum Beispiel der Berliner Hauptstadtflughafen BER stark betroffen, ebenso wie weitere deutsche Flughäfen in München, Hamburg, Köln und Stuttgart. Auch international war die Lage angespannt: In Australien berief die Regierung eine Krisensitzung ein, in den USA stoppte die Luftfahrtaufsicht FAA Flüge großer Airlines, und in Israel berichteten Krankenhäuser von erheblichen Problemen.
Crowdstrike äußerte sich zu dem Vorfall und erklärte, dass die IT-Abstürze am vergangenen Freitag den Mitarbeitern zusätzliche Arbeit beschert hätten. Um sich zu bedanken und für die Unannehmlichkeiten zu entschuldigen, wurde ein Zehn-Dollar-Gutschein für den Lieferdienst Uber Eats an die IT-Mitarbeiter und Partner verschickt, die bei der Wiederherstellung der Systeme geholfen hatten. Die Kunden selbst erhielten diese Gutscheine jedoch nicht.
Die Reaktion auf den Gutschein fiel gemischt aus. Im Internet erntete die Firma Spott und Kritik. Ein Nutzer auf Reddit machte sich über die "gute PR" lustig und zweifelte an der Kompetenz des Unternehmens in Sachen weltweiter Sicherheit. Auch auf der Berufsnetzwerk-Plattform LinkedIn gab es kritische Stimmen. Shawn Henry, Sicherheitschef von Crowdstrike, schrieb dort, dass das Vertrauen der Kunden innerhalb weniger Stunden verloren gegangen sei. Er betonte, dass Tausende von Teammitgliedern rund um die Uhr gearbeitet hätten, um die Systeme wiederherzustellen, und dass die Herausforderungen noch nicht vorbei seien.
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Zur AktienanalyseDie Ursache für die IT-Panne war ein fehlerhaftes Software-Update, das weltweit geschätzte 8,5 Millionen Windows-Computer lahmlegte. Crowdstrike gab an, dass die Test-Mechanismen für das Update versagt hatten und eine fehlerhafte Datei durchließen. Um zukünftige Probleme zu vermeiden, sollen die Test-Systeme nun verbessert und Updates schrittweise ausgespielt werden, damit eventuelle Fehler nicht sofort alle Kunden betreffen.


