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Japan plant offenbar radioaktives Wasser ins Meer abzuleiten

Umweltschützer laufen gegen die vom Betreiber geplante Aktion bereits Sturm.

Japan plant offenbar radioaktives Wasser ins Meer abzuleiten

Japan wird eine Million Tonnen des im Kernkraftwerk Fukushima verbrauchten Wassers ins Meer freisetzen, berichtete die BBC unter Berufung auf japanische Medien. Die Berichte fügen hinzu, dass das Wasser verdünnt werden soll, um seine Radioaktivität zu verringern. Dennoch lehnen Umweltgruppen und Organisationen der Fischereiindustrie die Einleitung der Flüssigkeit ins Meer ab, obwohl Wissenschaftler versichern, dass das Risiko einer Kontamination gering ist. Einigen Berichten zufolge soll das Wasser zunächst verdünnt werden, um die Konzentration des radioaktiven Materials um das 40-fache zu reduzieren. Die Freisetzung soll 2022 beginnen, wenn die Tanks, in denen das Wasser derzeit gelagert wird, voll sein werden, obwohl die Regierung noch keine offizielle Entscheidung getroffen hat. Berichte über die mögliche Ableitung von Wasser aus den Reaktoren tauchten erstmals im vergangenen Jahr auf. Damals sagte Japans Umweltminister Yoshiaki Harada, dass dem Betreiber von Fukushima, Tepco, für die Lagerung des radioaktiven Wassers, das zuvor in den Reaktoren des Atomkraftwerks zur Kühlung und zur Verhinderung einer Katastrophe verwendet wurde, der Platz ausging. "Die einzige Möglichkeit wird sein, es ins Meer abzuleiten und es zu verdünnen", sagte Minister Harada im September 2019. Die meisten der radioaktiven Isotope sind aus dem Wasser entfernt worden, stellt die BBC in ihrem Bericht fest, aber eines, Tritium, bleibt übrig. Wissenschaftler sagen jedoch, dass es für Mensch und Tier nicht besonders bedrohlich ist, vor allem, wenn es im Pazifik in Milliarden Tonnen Wasser verdünnt wird. Die Entsorgung des Wassers ist eine Voraussetzung für den Beginn der Stilllegung der Anlage in Fukushima. "Um Verzögerungen im Stilllegungsprozess zu vermeiden, müssen wir schnell eine Entscheidung treffen", sagte Industrieminister Hiroshi Kajiyama. Die Kernschmelze des Atomreaktors Fukushima war die Folge eines riesigen Tsunami, der durch ein Erdbeben der Stärke 9 verursacht wurde und rund 15.000 Menschen das Leben kostete. Die Stilllegung des Kraftwerks wurde auf 75 Milliarden Dollar geschätzt.

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