ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Japanische Investoren verkaufen ausländische Wertpapiere im Dezember

Japanische Anleger haben im Dezember sowohl ausländische Anleihen als auch Aktien netto verkauft. Trotz dieser Verkäufe fällt die Jahresbilanz 2025 deutlich positiv aus.

Japanische Investoren verkaufen ausländische Wertpapiere im Dezember

Japanische Investoren haben im Dezember einen Kurswechsel vollzogen und wurden zu Nettoverkäufern ausländischer Vermögenswerte. Laut Daten des japanischen Finanzministeriums wurden langfristige ausländische Anleihen im Wert von 374,2 Milliarden Yen (rund 2,3 Milliarden Euro) abgestoßen. Zusätzlich trennten sich die Investoren von ausländischen Aktien im Wert von 350,4 Milliarden Yen.

Lebensversicherer als Hauptverkäufer

Die Verkaufswelle bei ausländischen Anleihen wurde maßgeblich von japanischen Lebensversicherungen angeführt. Diese reduzierten ihre Bestände um 254,3 Milliarden Yen – der höchste Abfluss seit März 2025. Auch Treuhandkonten verringerten ihre Positionen in ausländischen langfristigen Schuldtiteln um 151,9 Milliarden Yen. Die Verkäufe erfolgten vor dem Hintergrund steigender Renditen bei US-Staatsanleihen und Gewinnmitnahmen aufgrund hoher Bewertungen.

US-Zinspolitik beeinflusst Anlageverhalten

Die US-Notenbank Federal Reserve hatte zwar im Vormonat die Zinsen gesenkt, signalisierte jedoch gleichzeitig eine längere restriktive Geldpolitik. Diese Aussicht auf anhaltend höhere Zinsen in den USA beeinflusste das Anlageverhalten der japanischen Investoren. Besonders deutlich wurde dies bei britischen Anleihen: Im November stießen japanische Anleger britische Staatspapiere im Wert von 342,67 Milliarden Yen ab – der größte Abfluss seit September 2021.

Jahresbilanz 2025 bleibt stark positiv

Trotz der Verkäufe im Dezember präsentiert sich die Gesamtbilanz für 2025 äußerst positiv. Japanische Investoren investierten im Gesamtjahr netto rund 13,59 Billionen Yen in ausländische Anleihen – mehr als eine Verdreifachung gegenüber den 4,16 Billionen Yen im Jahr 2024. Bei ausländischen Aktien verzeichneten sie Nettozukäufe von 1,71 Billionen Yen und beendeten damit zwei Jahre in Folge mit Nettoverkäufen.

US-Staatsanleihen bleiben bevorzugt

Die Aufschlüsselung nach Regionen zeigt die klare Präferenz japanischer Anleger: In den ersten elf Monaten 2025 flossen 10,6 Billionen Yen in US-Staatsanleihen, während europäische Schuldtitel Nettozuflüsse von 2,74 Billionen Yen verzeichneten. Diese Zahlen unterstreichen die anhaltende Bedeutung des US-Marktes für japanische institutionelle Investoren, trotz der kurzfristigen Verkäufe im Dezember.

Japanische InvestorenAusländische AnleihenUs-StaatsanleihenKapitalflüsse JapanInternationale Investments

Disclaimer