ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Japanischer Yen vor stärkstem Wochenplus seit November 2024

Währung legt gegenüber Dollar um 2,7 Prozent zu – Anleger setzen auf politische Stabilität

Japanischer Yen vor stärkstem Wochenplus seit November 2024

Der japanische Yen steuert auf seine beste Woche seit fast 15 Monaten zu. Die Währung legte gegenüber dem US-Dollar um 2,7 Prozent zu und notierte zuletzt bei 153,08 Dollar. Auch gegenüber dem Euro und dem britischen Pfund verzeichnete der Yen deutliche Gewinne von 2,3 beziehungsweise 2,7 Prozent.

Die überraschende Stärke der japanischen Währung steht im Gegensatz zu den ursprünglichen Markterwartungen. Viele Händler hatten mit einer Beschleunigung des Yen-Ausverkaufs gerechnet, sollte die neu gewählte Premierministerin Takaichi ein starkes Mandat erhalten. Stattdessen interpretierten Investoren das Wahlergebnis als Ende der politischen Instabilität, die seit Juli letzten Jahres das Land belastete.

"Das Wahlergebnis könnte als Ende der politischen Instabilität gesehen werden, was darauf hindeutet, dass Short-Positionen im Yen aufgelöst wurden", erklärte Hirofumi Suzuki, Chef-Devisenstratege bei SMBC. Der Experte sieht weiteres Aufwertungspotenzial für die japanische Währung.

Vertrauen in verantwortungsvolle Fiskalpolitik

Seit der Wahl am vergangenen Wochenende zeigen japanische Vermögenswerte eine bemerkenswerte Entwicklung. Während Aktien im Aufwind sind, steigen auch Staatsanleihen und der Yen stetig – ein klares Signal des Vertrauens in Takaichis angekündigte "verantwortungsbewusste" Fiskalpolitik. Drew Edwards von GMO betont, dass die neue Regierung trotz gezielter Maßnahmen zur Inflationslinderung die Haushaltsdisziplin wahren werde.

Die Bank of Japan sendet zudem falkenhafte Signale. Vorstandsmitglied Naoki Tamura erklärte am Freitag, Japan sei "sehr nah" daran, das Inflationsziel von zwei Prozent dauerhaft zu erreichen. Dies eröffnet die Möglichkeit einer Zinserhöhung in den kommenden Monaten, was den Yen zusätzlich stützen könnte.

US-Dollar unter Druck

Der US-Dollar geriet derweil unter Druck und steuert auf einen Wochenverlust von rund 0,7 Prozent zu. Gegenüber einem Währungskorb notierte der Greenback bei 97,01 Punkten. Zweifel an der Robustheit der US-Wirtschaft belasten die amerikanische Währung, obwohl die jüngsten Arbeitsmarktdaten auf den ersten Blick solide erschienen.

Blerina Uruci von T. Rowe Price warnte jedoch davor, "zu viel Zuversicht" aus dem Beschäftigungsbericht zu ziehen. Die Breite der Stellenschaffung bleibe relativ gering, und Benchmark-Revisionen zeigten, dass die Beschäftigtenzahlen in vier von zwölf Monaten des Jahres 2025 negativ ausfielen. Die Märkte preisen derzeit etwa zwei Zinssenkungen der Federal Reserve für 2026 ein, wobei die erste für Juni erwartet wird.

Andere Währungen in engen Spannen

Der Euro notierte leicht schwächer bei 1,1863 Dollar, während das britische Pfund um 0,1 Prozent auf 1,3613 Dollar nachgab. Der australische Dollar, der in den vergangenen Wochen aufgrund der restriktiven Geldpolitik der Reserve Bank of Australia stark zugelegt hatte, lag bei 0,7072 Dollar und steuerte dennoch auf ein Wochenplus von fast 0,9 Prozent zu.

Händler warten nun gespannt auf die US-Inflationsdaten, die im Tagesverlauf veröffentlicht werden. Diese Zahlen dürften die Erwartungen für den weiteren Zinspfad der Federal Reserve maßgeblich beeinflussen. Carol Kong von der Commonwealth Bank of Australia geht davon aus, dass sich der Dollar in naher Zukunft weiter konsolidieren könnte, sofern die Inflationsdaten keine großen Überraschungen bereithalten.

Japanischer YenWährungsmarktBank Of JapanUs-DollarDevisenhandel

Disclaimer