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Japans steigende LNG-Nachfrage und Kanadas neue Exportpläne

Verzögerter Ausbau erneuerbarer Energien könnte Gasimporte bis 2040 deutlich erhöhen

Japans steigende LNG-Nachfrage und Kanadas neue Exportpläne

Japans Nachfrage nach verflüssigtem Erdgas (LNG) könnte bis zum Jahr 2040 auf rund 74 Millionen Tonnen ansteigen, falls der Ausbau erneuerbarer Energien langsamer als erwartet voranschreitet. Dies teilte ein hochrangiger Beamter des japanischen Ministeriums für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI) auf einer Konferenz in Tokio mit.

Im vergangenen Jahr ging die inländische LNG-Nachfrage Japans um 0,4 % auf 66 Millionen Tonnen zurück. Verantwortlich dafür waren eine schwächere Wirtschaft, der zunehmende Anteil erneuerbarer Energien sowie die Wiederinbetriebnahme von Kernkraftwerken. Trotz dieses Rückgangs wird erwartet, dass die Stromnachfrage insgesamt steigt, insbesondere durch die wachsende Zahl an Rechenzentren im Land.

Ein Abteilungsleiter des METI, Yuya Hasegawa, erläuterte, dass ein erhöhter Gasbedarf zu erwarten sei, sofern der Ausbau erneuerbarer Energien nicht in großem Umfang voranschreite oder die Kosten für alternative Technologien wie Wasserstoff, Ammoniak oder Carbon Capture, Utilization and Storage (CCUS) nicht gesenkt werden könnten. Ein alternatives Energieszenario des Ministeriums gehe davon aus, dass die LNG-Nachfrage bis 2040 um fast 10 % steigen könnte, falls der Ausbau erneuerbarer Energien hinter den bisherigen Erwartungen zurückbleibe.

Zu den wichtigsten LNG-Lieferanten Japans gehören derzeit Australien, Malaysia und die Vereinigten Staaten. Kanada bereitet sich jedoch darauf vor, später in diesem Jahr erstmals LNG nach Japan zu exportieren. Das LNG-Canada-Projekt, an dem unter anderem Mitsubishi beteiligt ist, soll den Zugang Kanadas zum japanischen Markt verbessern.

Die kanadische Regierung sucht aktiv nach neuen Energieexportmärkten, da der ehemalige US-Präsident Donald Trump weiterhin mit hohen Zöllen auf kanadische Energieimporte droht. Kanada sieht Japan als einen vielversprechenden Absatzmarkt, insbesondere da Japan nach China der zweitgrößte LNG-Importeur der Welt ist. Gleichzeitig hat Trump angekündigt, die Öl- und Gasproduktion in den USA weiter zu steigern, was den Wettbewerb unter den Energieanbietern erhöht und den Druck auf die Preise verstärken könnte.

Rebecca Schulz, Ministerin für Umwelt und geschützte Gebiete der kanadischen Provinz Alberta, erklärte auf der Konferenz, dass die Provinz die Gasproduktion verdoppeln wolle, um mehr Lieferungen nach Asien, einschließlich Japan, zu ermöglichen. Sie betonte zudem, dass die Transportzeit für LNG aus Kanada deutlich kürzer sei als die aus der US-amerikanischen Golfküste, was Kanada zu einem attraktiven Partner für Japan mache.

ErdgasLNGJapan

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