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Jefferies empfiehlt JSW Energy und NTPC trotz schwacher Stromnachfrage Indien

Indiens Stromnachfrage wächst im Februar 2026 nur um 1% – Jefferies sieht dennoch Chancen im Energiesektor.

Jefferies empfiehlt JSW Energy und NTPC trotz schwacher Stromnachfrage Indien

Die indische Stromnachfrage ist im Februar 2026 laut einer Analyse von Jefferies im Jahresvergleich lediglich um 1% gestiegen. Damit liegt das Wachstum unter dem Vorjahreswert von 2% im Februar 2025. Als Hauptursache nennt das Analysehaus überdurchschnittliche Monsunregenfälle, die den Stromverbrauch spürbar dämpften.

Für den Zeitraum von April 2025 bis Februar 2026 beträgt das kumulierte Nachfragewachstum ebenfalls nur 1%. Um die Jahresprognose von 2% für das Geschäftsjahr 2026 noch zu erreichen, wäre im März 2026 ein Anstieg von 14% notwendig. In den ersten zwölf Märztagen legte die Stromerzeugung immerhin um 2% zu – mit steigenden Temperaturen rechnet Jefferies mit einer weiteren Verbesserung.

Regional zeigten sich deutliche Unterschiede: Die West- und Nordregion, die zusammen 62% des landesweiten Bedarfs abdecken, verzeichneten Wachstumsraten von 2–5% beziehungsweise 1–4%. Die Südregion (25% der Nachfrage) stagnierte, während der Osten (12% Anteil) um 2–5% zulegte. Die Spitzenlast erreichte 244 Gigawatt, ein Plus von 3% gegenüber dem Vorjahr.

Erneuerbare Energien und Stromverträge im Fokus

Der Auslastungsfaktor thermischer Kraftwerke sank auf 69%, verglichen mit 74% im Februar 2025. Gleichzeitig stieg die Wasserkrafterzeugung um 10%. Im Bereich erneuerbare Energien wurden im Februar 2026 Aufträge über 3,3 Gigawatt vergeben, weitere 0,6 Gigawatt folgten bis Mitte März.

Die schwächere Nachfrageentwicklung belastet jedoch den Abschluss neuer Stromabnahmeverträge (Power Purchase Agreements). Derzeit stehen über 40 Gigawatt an nicht unterzeichneten Verträgen aus. Von den 18,0 Gigawatt an Ausschreibungen im laufenden Geschäftsjahr wurden 52% erst zwischen Dezember 2025 und Mitte März 2026 vergeben.

Verteilungsunternehmen kehren erstmals seit Jahren in die Gewinnzone zurück

Ein strukturell positives Signal kommt aus dem Verteilungssektor: Stromverteilungsunternehmen erzielten im Geschäftsjahr 2025 nach mindestens einem Jahrzehnt mit Verlusten erstmals wieder Gewinne. Der Sektor verbuchte einen Gewinn von 0,03 Rupien pro Einheit, nach einem Verlust von 0,16 Rupien im Vorjahr.

Private Verteilungsunternehmen steigerten ihren Gewinn um das 3,3-Fache, staatliche Behörden reduzierten ihre Verluste um 70%. Bemerkenswert: Maharashtra kehrte nach fünf Jahren, Tamil Nadu nach mindestens 15 Jahren in die Gewinnzone zurück. Die aggregierten technischen und kommerziellen Verluste sanken auf 15,0%, nach 21,9% im Geschäftsjahr 2021.

Jefferies hält trotz des verhaltenen Nachfragewachstums an seinen Kaufempfehlungen fest. JSW Energy und NTPC bleiben Top-Picks des Analysehauses, das auf die zunehmende Umsetzungsdynamik und ein zweistelliges mittelfristiges Gewinnwachstum verweist. Auch für Power Grid behält Jefferies die Kaufempfehlung bei, begründet mit steigenden Investitionsausgaben im Netzausbau.

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