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Jefferies-Stratege setzt auf Speicherchips statt KI-Hyperscaler

Chris Wood von Jefferies empfiehlt angesichts wachsender KI-Ausgabensorgen Speicherchiphersteller als attraktivere Alternative zu großen Tech-Konzernen.

Jefferies-Stratege setzt auf Speicherchips statt KI-Hyperscaler

Angesichts zunehmender Ermüdung gegenüber dem KI-Hype rät Chris Wood, globaler Chefstratege bei Jefferies, Anlegern zu einem strategischen Umdenken. Statt auf die großen investierenden Technologiekonzerne zu setzen, empfiehlt er den Fokus auf sogenannte „Schaufelverkäufer" – also jene Unternehmen, die die Infrastruktur für den KI-Boom liefern.

Konkret bevorzugt Wood Speicherchiphersteller wie Micron, Samsung Electronics und SK Hynix. Diese DRAM-Produzenten hätten sich zuletzt besser entwickelt als die großen Hyperscaler, was Wood als klares Signal für eine Verschiebung der Marktdynamik wertet.

Hyperscaler unter Druck

Auf der anderen Seite stehen die sogenannten Hyperscaler: Meta, Microsoft, Amazon und Alphabet. Diese Unternehmen haben bereits gewaltige Kapitalsummen in die Entwicklung von künstlicher Intelligenz investiert und planen, diese Ausgaben künftig noch deutlich zu steigern. Genau diese Aussicht auf immer höhere Investitionen bei noch unklarem Renditehorizont sorgt laut Wood für wachsende Anlegersorgen.

Das Konzept der „Schaufelverkäufer" ist in der Finanzwelt eine bekannte Analogie: Während beim Goldrausch nicht unbedingt die Goldsucher, sondern die Verkäufer von Schaufeln und Ausrüstung am meisten verdienten, profitieren im KI-Boom möglicherweise weniger die großen Technologieinvestoren als vielmehr die Zulieferer der notwendigen Hardware. DRAM-Speicherchips sind dabei ein zentraler Baustein – sie werden in großen Mengen für KI-Rechenzentren und Grafikprozessoren benötigt.

DRAM-Hersteller mit relativer Stärke

Die drei von Wood genannten Unternehmen – Micron aus den USA sowie die südkoreanischen Konzerne Samsung Electronics und SK Hynix – dominieren gemeinsam den globalen DRAM-Markt. Ihre Chips sind unverzichtbar für die Hochleistungsrechner, auf denen KI-Modelle trainiert und betrieben werden. Die relative Outperformance dieser Titel gegenüber den Hyperscalern unterstreicht laut Wood die Attraktivität dieser Positionierung.

Die Strategie von Jefferies spiegelt eine breitere Debatte wider, die derzeit unter institutionellen Investoren geführt wird: Wie lange können die enormen KI-Investitionen der großen Technologiekonzerne ohne sichtbare Rendite weitergehen? Und welche Teile der KI-Wertschöpfungskette bieten das bessere Chance-Risiko-Verhältnis? Wood positioniert sich klar auf der Seite der Hardware-Zulieferer – und sieht die bevorstehenden Quartalsergebnisse der Hyperscaler als entscheidenden Stresstest für den gesamten Sektor.

Für deutsche Privatanleger ist diese Einschätzung besonders relevant, da sowohl Micron als auch Samsung und SK Hynix über internationale Börsen zugänglich sind. Die Empfehlung eines renommierten Strategen wie Wood kann als Orientierungspunkt dienen – ersetzt jedoch keine individuelle Anlageentscheidung auf Basis der eigenen Risikobereitschaft.

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