Jefferies stuft Adecco, Randstad und Hays herab
Europäische Personaldienstleister unter Druck: Jefferies senkt Ratings für Adecco, Randstad und Hays. Die Aktien brechen deutlich ein, nachdem Analysten schwache Einstellungsaktivitäten in Europa konstatieren.

Die US-Investmentbank Jefferies hat die Ratings für drei führende europäische Personaldienstleister herabgestuft und damit deutliche Kursverluste ausgelöst. Die Aktien von Adecco fielen um 6,6 Prozent, Randstad verlor 5,2 Prozent und Hays gab um 3,6 Prozent nach. Grund für die Herabstufung sind anhaltend schwache Einstellungsvolumina in Europa.
Schwache Nachfrage in Kernmärkten
Die Analysten von Jefferies verweisen auf verhaltene Kundennachfrage in mehreren wichtigen Märkten. Besonders in Kontinentaleuropa und Großbritannien hätten Arbeitgeber ihre Rekrutierungsaktivitäten angesichts wirtschaftlicher Unsicherheit deutlich gedrosselt. Betroffen sind sowohl die Zeitarbeit als auch die Vermittlung von Festanstellungen.
Adecco und Randstad mit Margendruck
Für Adecco und Randstad senkte Jefferies die Bewertungen mit Verweis auf schwächere organische Wachstumstrends und rückläufige Gewinnerwartungen. Trotz Kostenkontrollen bleibe das Umsatzwachstum eingeschränkt. Die Margen gerieten unter Druck, da die Preissetzungsmacht nachlasse und die Auslastungsquoten zurückgingen. Die Gewinnprognosen für 2026 wurden nach unten korrigiert, was langsamere Aktivitätsniveaus und begrenzte Anzeichen einer kurzfristigen Erholung widerspiegelt.
Hays besonders betroffen
Bei Hays macht sich die anhaltende Schwäche in der Personalvermittlung für Festanstellungen besonders bemerkbar. Dieser Bereich macht einen bedeutenden Anteil an der Gewinnbasis des Unternehmens aus. Jefferies stellte fest, dass die Einstellungsvolumina für Festanstellungen deutlich hinter den Trends bei der Zeitarbeit zurückgeblieben seien. Dies belaste die Vermittlungsgebühren und die Gewinnsichtbarkeit erheblich. Das Engagement in den Märkten für professionelle Rekrutierung mache Hays besonders anfällig für Verschiebungen im Einstellungsverhalten.
PageGroup vergleichsweise stabil
Lesen Sie alles zur aktuellen Aktie der Stunde
Erfahren Sie, worum es geht und warum sich ein genauer Blick jetzt lohnt.
Zur AktienanalyseFür PageGroup behielt Jefferies eine neutralere Einschätzung bei. Das Unternehmen sei vergleichsweise stabiler positioniert, stehe aber ebenfalls unter anhaltendem Druck auf die Gewinndynamik. Obwohl sich die Geschäftsstruktur von der Konkurrenz unterscheide, sei PageGroup nicht immun gegen die breitere Abschwächung auf den europäischen Rekrutierungsmärkten.
Strukturelle und zyklische Herausforderungen
Jefferies zufolge hätten sich im gesamten Sektor strukturelle Herausforderungen mit zyklischer Schwäche kombiniert. Geringere Vermittlungsvolumina und Margendruck begrenzten die Gewinnerholung. Die aktuellen Bewertungsniveaus würden die reduzierten Gewinnaussichten nicht mehr vollständig widerspiegeln, was zu den Rating-Änderungen geführt habe.


