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Jefferies unter Druck: Kreditengagements bei insolventen Firmen belasten Aktie

Die US-Investmentbank Jefferies verlor binnen weniger Tage über 11% an Börsenwert.

Jefferies unter Druck: Kreditengagements bei insolventen Firmen belasten Aktie

Die unabhängige Investmentbank Jefferies steht unter erheblichem Druck der Anleger. Auslöser ist das Bekanntwerden eines Kreditengagements in Höhe von 100 Millionen Pfund – umgerechnet rund 134 Millionen US-Dollar – beim gescheiterten britischen Kreditgeber MFS. Allein am vergangenen Freitag brach die Jefferies-Aktie um 9% ein.

Nach einer kurzen Erholung am Montag setzte sich der Abwärtstrend fort: Am Dienstag verlor das Papier weitere 2%. Damit summieren sich die jüngsten Verluste auf über 11% in wenigen Handelstagen – ein deutliches Signal dafür, wie nervös die Märkte auf das Engagement der Bank reagieren.

Zweiter Insolvenzfall belastet das Vertrauen

Die aktuellen Turbulenzen sind nicht das erste Mal, dass Jefferies wegen riskanter Kreditvergaben in die Kritik gerät. Bereits im vergangenen Jahr war eine mit der Asset-Management-Sparte von Jefferies verbundene Einheit in die Insolvenz des US-amerikanischen Autoteilezulieferers First Brands verwickelt. Dieser Fall hatte bereits deutliche Kursrückgänge ausgelöst und das Vertrauen institutioneller Investoren belastet.

Die Häufung zweier Insolvenzereignisse innerhalb kurzer Zeit wirft Fragen zur Risikosteuerung der Bank auf. Anleger und Analysten beobachten genau, wie das Management auf die wachsende Skepsis reagiert.

Trotz der jüngsten Kurseinbrüche gelten die Finanzen von Jefferies nach Einschätzung von Marktbeobachtern weiterhin als grundsätzlich solide. Die Bank zählt zu den größeren unabhängigen Investmentbanken und konkurriert mit etablierten Wall-Street-Häusern. Für deutsche Anleger, die in US-Finanzwerte investiert sind, bleibt die Entwicklung bei Jefferies ein Warnsignal für die Risiken im Bereich der privaten Kreditvergabe.

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