Jefferies unter Druck: MFS-Engagement belastet Investmentbank-Aktie
Die unabhängige US-Investmentbank Jefferies verliert nach Bekanntwerden riskanter Kreditengagements deutlich an Börsenwert.

Die US-Investmentbank Jefferies gerät zunehmend unter Druck. Am Freitag brach die Aktie um 9 Prozent ein, nachdem bekannt wurde, dass das Institut ein Engagement von 100 Millionen Pfund – umgerechnet rund 134 Millionen US-Dollar – beim gescheiterten britischen Kreditgeber MFS hält. MFS kollabierte zuletzt und hinterließ erhebliche Verluste bei seinen Gläubigern.
Die Erholung zu Beginn der neuen Handelswoche erwies sich als kurzlebig. Am Dienstag verlor die Jefferies-Aktie erneut rund 2 Prozent. Anleger reagieren damit weiterhin skeptisch auf die Risikoexposition der Bank.
Doppelbelastung durch MFS und First Brands
Die aktuellen Verluste reihen sich in eine Serie negativer Nachrichten ein. Bereits im vergangenen Jahr hatte eine mit der Vermögensverwaltungssparte von Jefferies verbundene Einheit erhebliche Probleme: Sie war in die Insolvenz des US-amerikanischen Autoteilezulieferers First Brands verwickelt. Das Unternehmen meldete Insolvenz an und hinterließ Gläubiger mit Verlusten.
Die Kombination aus beiden Fällen – MFS und First Brands – wirft Fragen über das Risikomanagement bei Jefferies auf. Investoren fragen sich, ob das Institut bei der Kreditvergabe und Beteiligung an risikobehafteten Unternehmen ausreichend sorgfältig vorgegangen ist.
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Zur AktienanalyseDennoch betonen Analysten, dass die fundamentale Finanzlage von Jefferies nach wie vor solide erscheint. Die Bank zählt zu den bedeutenden unabhängigen Investmentbanken und konkurriert mit den großen Namen der Wall Street. Trotz der stabilen Bilanzkennzahlen bleiben die Aktien unter Druck, da das Vertrauen der Anleger angeschlagen ist.
Für deutsche Privatanleger, die in US-Finanzwerte investiert sind, verdeutlicht der Fall einmal mehr die Risiken, die mit Engagements in Kreditvergaben an finanziell angeschlagene Unternehmen verbunden sind. Gerade bei kleineren und mittleren Investmentbanken können solche Klumpenrisiken die Aktie überproportional belasten.


