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JERA investiert 1,5 Milliarden Dollar in US-Gas

Japans größter Stromerzeuger steigt in Schiefergasförderung ein und stärkt seine Energieversorgung

JERA investiert 1,5 Milliarden Dollar in US-Gas

Japans größter Stromerzeuger JERA hat den Kauf von Erdgasförderanlagen in den Vereinigten Staaten im Wert von 1,5 Milliarden US-Dollar bekannt gegeben. Es handelt sich um den ersten Einstieg des Unternehmens in die Förderung von Schiefergas. JERA teilte mit, eine Vereinbarung mit dem Pipelinebetreiber Williams und der Gesellschaft GEP Haynesville II getroffen zu haben, um deren gesamte Anteile am South-Mansfield-Gasfeld in West-Louisiana zu übernehmen. Das Gasfeld liegt im Haynesville-Becken, einer der bedeutendsten Schiefergasregionen der USA.

GEP Haynesville II ist ein Gemeinschaftsunternehmen zwischen GeoSouthern Energy, das vom Finanzinvestor Blackstone unterstützt wird, und Williams. Mit der Übernahme will JERA seine Position in der Gasförderung ausbauen und seine Lieferkette stärken. Die Investition erfolgt in einer Phase, in der Japan seinen Energiebedarf neu strukturiert und die Abhängigkeit von internationalen Lieferanten verringern möchte.

Williams kündigte unabhängig davon eine Investition von 1,9 Milliarden US-Dollar in ein Flüssigerdgas-Projekt des australischen Energiekonzerns Woodside Energy an. Dabei handelt es sich um ein im Bau befindliches LNG-Exportterminal in Louisiana. Die parallelen Projekte unterstreichen die wachsende Bedeutung der US-amerikanischen Golfküste als globales Zentrum für Erdgasförderung und -export.

JERA, ein Gemeinschaftsunternehmen der Tokyo Electric Power Company und der Chubu Electric Power, hat seine Aktivitäten im Bereich des Flüssigerdgases in den Vereinigten Staaten in diesem Jahr deutlich ausgeweitet. Erst im vergangenen Monat unterzeichnete das Unternehmen eine Absichtserklärung, um künftig möglicherweise Gaslieferungen aus dem 44-Milliarden-Dollar-Projekt für den LNG-Export in Alaska zu beziehen.

Mit dem Erwerb der Gasfelder in Louisiana verschafft sich JERA direkten Zugang zu Förderkapazitäten und stärkt seine Kontrolle über die gesamte Versorgungskette – von der Produktion über den Transport bis zur Verflüssigung. Dies gilt als strategisch wichtig, da Japan sich auf einen steigenden Stromverbrauch vorbereitet. Vor allem der Ausbau von Rechenzentren, die für Anwendungen im Bereich der künstlichen Intelligenz benötigt werden, lässt den Energiebedarf des Landes deutlich ansteigen.

Die Transaktion unterstreicht JERAs Bemühungen, seine Rolle im globalen Energiemarkt zu festigen. Durch den Einstieg in die Schiefergasförderung in den Vereinigten Staaten erweitert der Konzern seine Präsenz über die bisherigen LNG-Importaktivitäten hinaus und sichert sich langfristige Versorgungsquellen in einem der größten Gasförderländer der Welt.

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