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Jersey Mike's geht mit 8 Milliarden Dollar an die Börse

Blackstone bringt die US-Sandwichkette Jersey Mike's nach nur 18 Monaten als Private-Equity-Beteiligung an die New York Stock Exchange.

Jersey Mike's geht mit 8 Milliarden Dollar an die Börse

Die US-amerikanische Sandwichkette Jersey Mike's Subs steht kurz vor ihrem Börsendebüt. Das Unternehmen soll voraussichtlich am Donnerstag unter dem Tickersymbol „JMKE" an der New York Stock Exchange (NYSE) notiert werden – zu einer Bewertung von rund 8 Milliarden US-Dollar. Damit endet eine vergleichsweise kurze Phase als nicht börsennotiertes, von Private-Equity-Investoren geführtes Unternehmen.

Im Rahmen des Börsengangs veräußern die Gesellschaft und bestehende Investoren Aktien im Wert von bis zu 1,09 Milliarden US-Dollar. Das macht den IPO zu einem der größten Börsengänge im US-amerikanischen Gastronomiesektor seit Jahren – ein bedeutendes Signal für den Appetit der Kapitalmärkte auf Restaurantketten.

Blackstones Strategie: Qualität erhalten, Effizienz steigern

Hinter dem schnellen Weg an die Börse steht der Finanzinvestor Blackstone. Die Private-Equity-Gesellschaft hatte Anfang des vergangenen Jahres eine Mehrheitsbeteiligung an Jersey Mike's Subs für rund 6 Milliarden US-Dollar zuzüglich Verbindlichkeiten erworben. Damit bewertete Blackstone die Kette damals bereits auf einem hohen Niveau – der nun angestrebte Börsengang würde den Unternehmenswert auf 8 Milliarden Dollar steigern.

Nach der Übernahme arbeitete Blackstone eine klare Prioritätenliste ab. Dabei legte die Gesellschaft besonderen Wert darauf, die Qualität der beliebten Sandwiches nicht anzutasten – ein zentrales Versprechen gegenüber der treuen Kundschaft der Kette. Gleichzeitig nahm Blackstone Änderungen an der Speisekarte vor und drosselte die Unternehmensausgaben, um die operative Effizienz zu steigern.

Ein IPO mit Signalwirkung für den Gastronomiesektor

Der Börsengang von Jersey Mike's ist nicht nur für das Unternehmen selbst bedeutsam. Er gilt als Gradmesser für die Bereitschaft der Kapitalmärkte, Gastronomieunternehmen wieder höhere Bewertungen zuzugestehen. In den vergangenen Jahren war das IPO-Fenster für Restaurantketten weitgehend geschlossen, da Inflation, steigende Lohnkosten und ein verändertes Konsumverhalten die Branche belasteten.

Für deutsche Anleger ist der Fall Jersey Mike's ein anschauliches Beispiel für das klassische Private-Equity-Modell: Ein Finanzinvestor erwirbt ein Unternehmen, optimiert es innerhalb weniger Jahre und bringt es anschließend über einen Börsengang an den Kapitalmarkt – mit dem Ziel, die eigene Investition gewinnbringend zu verwerten. Blackstone, einer der weltgrößten Vermögensverwalter, ist an der NYSE unter dem Tickersymbol BX gelistet.

Jersey Mike's Subs ist in den USA eine bekannte Fast-Casual-Sandwichkette, die vor allem für ihre frisch belegten U-Boot-Sandwiches bekannt ist. Mit dem Börsengang unter dem Kürzel „JMKE" betritt das Unternehmen nun das Parkett der öffentlichen Kapitalmärkte – und Blackstone dürfte als Mehrheitsaktionär weiterhin eine gewichtige Rolle spielen.

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