Jim Cramer: Quartalszahlen wichtiger als Futures-Markt
CNBC-Börsenexperte Jim Cramer warnt Anleger davor, zu viel Bedeutung in Sonntagabend-Futures zu legen. Die jüngste Marktrallye zeige, dass Unternehmensgewinne den Markt treiben – nicht kurzfristige Sorgen.

Trotz düsterer Vorzeichen am Sonntagabend schlossen alle drei großen US-Indizes am Montag im Plus. Für Jim Cramer, den bekannten Börsenexperten von CNBC, ist dies eine wichtige Lektion für Investoren: Der Futures-Markt, der sonntags um 18 Uhr ET öffnet, sei oft nur ein "Bündel von Sorgen", das die Realität selten widerspiegele.
Vom Minus zum Plus
Am Sonntagabend waren die S&P 500 Futures deutlich gefallen. Auslöser waren politische Schlagzeilen, steigende Edelmetallpreise und extreme Schneestürme in weiten Teilen der USA. Viele Anleger interpretieren solche Bewegungen als Vorboten für den regulären Handelstag, der montags um 9:30 Uhr ET beginnt. Doch die Realität sah anders aus: Alle drei großen Indizes beendeten den Montag mit Gewinnen.
Berichtssaison als Haupttreiber
Cramer betont, dass in dieser Woche die Quartalszahlen der Unternehmen die entscheidende Rolle spielen werden. Besonders im Fokus stehen drei Mitglieder der "Magnificent Seven": Apple, Microsoft und Meta Platforms. Microsoft und Meta werden am Mittwochabend ihre Zahlen vorlegen, Apple folgt am Donnerstag. Alle drei Unternehmen befinden sich im Portfolio des CNBC Investing Club.
Tech-Giganten dominieren den Markt
Der Börsenexperte räumt zwar das emotionale Gewicht nationaler Krisen ein, argumentiert jedoch, dass die meisten großen Unternehmen davon nicht direkt betroffen seien. Selbst wenn, seien die Auswirkungen meist kurzlebig. Unternehmen, deren Geschäft durch das Wetter beeinträchtigt wurde – wie Fluggesellschaften oder Restaurants – hätten keinen nennenswerten Einfluss auf den S&P 500.
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Zur AktienanalyseBillionen-Bewertungen als Markttreiber
Die Tech-Giganten mit ihren Billionen-Dollar-Bewertungen haben hingegen entscheidendes Gewicht im Index. Ihre Quartalszahlen können den gesamten Markt bewegen – weit mehr als kurzfristige Störfaktoren wie Wetter oder politische Schlagzeilen. Für deutsche Anleger bedeutet dies: Der Fokus sollte auf fundamentalen Unternehmensdaten liegen, nicht auf kurzfristigen Marktschwankungen am Wochenende.


