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Jim Cramers Marktausblick: Micron, KI-Aktien und Zscaler im Fokus

Jim Cramer beleuchtet die wichtigsten Börsenbewegungen vom 27. Mai – von Microns Rekordrallye bis zu Zscalers Kurseinbruch.

Jim Cramers Marktausblick: Micron, KI-Aktien und Zscaler im Fokus

Die Wall Street startet freundlich in den Mittwoch, den 27. Mai. Die Futures signalisieren erneut positive Vorzeichen, während die Ölpreise weiter nachgeben – ausgelöst durch Berichte des iranischen Staatsfernsehens über einen Entwurf für ein Rahmenabkommen mit den USA. Der S&P 500 und der Nasdaq hatten zuletzt Rekordschlussstände verzeichnet, getragen von starken KI-Gewinnern.

Im Mittelpunkt steht einmal mehr Micron Technology. Die Aktie des Speicherchipherstellers stieg am Vortag um beeindruckende 19 % und überschritt dabei erstmals eine Marktkapitalisierung von einer Billion US-Dollar. Vorbörslich legt die Aktie weitere 7 % zu. Als Treiber gelten die Knappheit der Aktie, Käufe durch Indexfonds sowie eine unersättliche, KI-getriebene Nachfrage nach Speicherchips – bei gleichzeitig langwierigem Kapazitätsausbau.

Microns Rekordaufstieg in die Billion-Dollar-Liga

Laut dem Wall Street Journal ist Microns Aufstieg von einer Marktkapitalisierung von 500 Milliarden auf eine Billion US-Dollar innerhalb von nur 48 Tagen der schnellste jemals verzeichnete. Damit hat Micron prominente Gesellschaft bekommen: Der südkoreanische Speichergigant SK Hynix überschritt dieselbe Schwelle im heutigen Handel in Seoul. Beide Entwicklungen gelten als deutliches Zeichen der KI-Ära.

Auf der Verliererseite steht Zscaler. Der Netzwerksicherheitsanbieter verliert am Mittwochmorgen fast 25 %, nachdem er eine schwache Prognose für das laufende vierte Quartal sowie das kommende Geschäftsjahr abgegeben hat. Zscaler hat zudem zwei wichtige Vertriebsmitarbeiter verloren, was die spürbare Verlangsamung des Wachstums unterstreicht. Die Schwäche dürfte auch auf Wettbewerber wie Palo Alto Networks und CrowdStrike ausstrahlen, die beide nächste Woche ihre Quartalszahlen vorlegen. Oppenheimer bestätigte für CrowdStrike dennoch die Kaufempfehlung.

Software unter Druck – KI als Freund oder Feind?

Im Softwarebereich sorgt ein weiteres Ereignis für Gesprächsstoff: Der Chief Marketing Officer von ServiceNow wechselt zu OpenAI, um dort das Geschäftskundengeschäft als CMO zu leiten. Cramer sieht darin ein weiteres Indiz für die Debatte, ob „KI die Software frisst". Diese Frage rückt heute Abend in den Fokus, wenn der Club-Wert Salesforce seine Quartalszahlen vorlegt. Salesforce-CEO Marc Benioff ist als Gast bei Cramers Sendung „Mad Money" angekündigt.

Die Bank of America schwimmt derweil gegen den Strom und empfiehlt Software-Titel. Nach einer Kaufempfehlung für ServiceNow in der Vorwoche nahm die Bank nun auch die Beobachtung von Intuit – Muttergesellschaft von TurboTax und QuickBooks – mit einer Kaufempfehlung wieder auf. Die Analysten argumentieren, die aktuelle Bewertung spiegele die Qualität des Geschäftsmodells nicht vollständig wider, und sehen KI eher als Rückenwind denn als Gegenwind für Intuit.

Analystenstimmen zu FedEx und Danaher

JPMorgan stufte FedEx von „Hold" auf „Buy" hoch und hob das Kursziel von 432 auf 460 US-Dollar an. Die Analysten verweisen auf ein attraktives Risiko-Rendite-Verhältnis im Vorfeld der für nächste Woche geplanten Abspaltung der Frachtsparte sowie auf zunehmend sichtbare Verbesserungen im Kerngeschäft mit Paketzustellung. Cramer lobte CEO Raj Subramaniam für dessen Sanierungsarbeit und gab bekannt, zuletzt eine Position in FedEx aufgebaut zu haben.

Citi nahm die Beobachtung von Danaher mit einer Kaufempfehlung und einem Kursziel von 230 US-Dollar wieder auf, was ein Aufwärtspotenzial von rund 30 % impliziert. Die Analysten zeigen sich optimistisch für den Bereich Bioprocessing als wichtigen Wachstumstreiber. Cramer selbst äußerte sich jedoch zurückhaltend: Nach zahlreichen enttäuschenden Quartalen hatte er die Danaher-Position im Februar veräußert und würde die Aktie derzeit nicht anfassen.

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