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John Paulson sieht Gold erst am Anfang eines Bullenmarktes

Starinvestor Paulson erwartet eine langfristige Goldrallye – und empfiehlt Goldminenaktien als gehebeltes Investment.

John Paulson sieht Gold erst am Anfang eines Bullenmarktes

John Paulson, der legendäre Hedgefonds-Manager, der mit Wetten gegen den US-Immobilienmarkt Milliarden verdiente, sieht den Goldmarkt erst am Beginn einer langen Aufwärtsbewegung. Das Edelmetall befinde sich seiner Einschätzung nach noch im Anfangsstadium einer langfristigen Rallye, erklärte Paulson. Zuletzt hatte Gold die Marke von 5.000 US-Dollar überschritten, bevor es leicht zurückfiel.

Paulson ist kein Unbekannter in der Welt der spektakulären Wetten. Sein Short auf den US-Subprime-Hypothekenmarkt vor der Finanzkrise 2008 gilt als einer der profitabelsten Trades in der Geschichte der Wall Street. Im Jahr 2009 verlagerte er seinen Fokus auf Gold – mit der Begründung, dass die massiven fiskal- und geldpolitischen Stimulierungsmaßnahmen nach der Finanzkrise den US-Dollar langfristig schwächen würden. Diese Einschätzung hat sich bislang als treffsicher erwiesen: Seit 2009 haben sich die Goldpreise in etwa vervierfacht.

Breite Nachfragebasis als Treiber

Als wesentliche Treiber der anhaltenden Goldrallye nennt Paulson eine sich verbreiternde Nachfragebasis. Besonders Zentralbanken, die ihre Reserven aktiv aufstocken, sowie ein wachsendes Interesse des Privatsektors stünden hinter der steigenden Nachfrage nach Goldbarren. Diese Kombination aus institutioneller und privater Nachfrage verleihe dem Markt eine breite Unterstützung.

Für Anleger, die vom steigenden Goldpreis profitieren möchten, empfiehlt Paulson jedoch nicht zwingend den direkten Kauf von physischem Gold. Stattdessen sieht er in Goldminenaktien – insbesondere bei Unternehmen mit großen, noch nicht erschlossenen Reserven – ein attraktiveres, gehebeltes Engagement. Solche Unternehmen könnten überproportional von steigenden Goldpreisen profitieren, da ihre Margen mit dem Goldpreis wachsen.

Paulson und das Donlin-Gold-Projekt in Alaska

Seinen Aussagen verlieh ein konkreter Anlass zusätzliches Gewicht: NovaGold Resources gab bekannt, den 40-prozentigen Anteil von Paulson Advisers am Donlin-Gold-Projekt in Alaska zu übernehmen. Paulson fungiert als Co-Vorsitzender von NovaGold und betonte, das Unternehmen biete Anlegern aufgrund seiner beträchtlichen Ressourcenbasis ein gehebeltes Engagement in steigende Goldpreise.

Das Donlin-Gold-Projekt in Alaska gilt als eines der größten noch nicht erschlossenen Goldvorkommen der Welt. Für deutsche Privatanleger, die den Goldmarkt im Blick haben, unterstreicht Paulsons Positionierung die wachsende Bedeutung von Goldminenunternehmen als Alternative oder Ergänzung zu physischem Gold oder Gold-ETFs. Die Kombination aus steigenden Goldpreisen, starker Zentralbanknachfrage und geopolitischer Unsicherheit bildet dabei das Fundament für Paulsons optimistischen Ausblick.

Ob sich Paulsons Prognose eines langfristigen Bullenmarktes bewahrheitet, bleibt abzuwarten. Sein Track Record – von der Subprime-Wette bis zur Goldinvestition seit 2009 – verleiht seiner Einschätzung jedoch erhebliches Gewicht in der Finanzwelt.

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