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Johnson & Johnson investiert Milliarden in US-Produktion

Konzern plant neue Arbeitsplätze und reagiert auf Trumps Zollpläne

Johnson & Johnson investiert Milliarden in US-Produktion

Johnson & Johnson reagiert mit einer Milliardeninvestition auf die Pläne der US-Regierung, Zölle auf Arzneimittelimporte einzuführen. Der Pharmakonzern kündigte an, zwei Milliarden Dollar in den Ausbau seiner Produktion in den Vereinigten Staaten zu stecken. Mit dem Schritt will das Unternehmen seine Abhängigkeit von internationalen Lieferketten verringern und mögliche zusätzliche Kosten durch Einfuhrabgaben vermeiden. Der Fokus liegt dabei auf einem neuen langfristigen Vertrag mit dem japanischen Partner Fujifilm Diosynth, der eine Produktionsanlage im Bundesstaat North Carolina betrifft.

In Holly Springs, wo die Zusammenarbeit angesiedelt ist, sollen rund 120 neue Arbeitsplätze entstehen. Johnson & Johnson und Fujifilm haben sich auf eine Laufzeit von zehn Jahren verständigt, um die Fertigung von Medikamenten abzusichern. Der Standort hat für die Branche bereits an Bedeutung gewonnen, da Fujifilm dort im April einen milliardenschweren Vertrag mit dem US-Biotechnologieunternehmen Regeneron geschlossen hat. Dieser sieht die Herstellung und Lieferung von Arzneimitteln im Wert von mehr als drei Milliarden Dollar über einen Zeitraum von zehn Jahren vor.

Das Engagement von Johnson & Johnson ist Teil einer größeren Strategie, die heimische Produktion massiv zu stärken. Das Unternehmen kündigte an, in den kommenden Monaten weitere Pläne für neue Standorte vorzulegen und bestehende Werke in den USA auszubauen. Damit reagiert der Konzern auf die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, Einfuhrzölle für die Pharmabranche einzuführen. Nach seinen Aussagen sollen die Abgaben zunächst niedrig starten, könnten aber auf bis zu 250 Prozent steigen. Für international tätige Konzerne würde dies erhebliche Mehrkosten bedeuten.

Auch andere große Pharmaunternehmen haben bereits ähnliche Schritte eingeleitet. So haben unter anderem Eli Lilly und AstraZeneca Milliardenbeträge in den Ausbau ihrer US-Standorte investiert, um sich gegen die angedrohten Maßnahmen abzusichern. Die Branche stellt sich damit breiter auf, um sowohl die Versorgung im Inland zu sichern als auch wirtschaftliche Risiken durch politische Entscheidungen zu reduzieren.

Johnson & Johnson hatte bereits im Frühjahr eine deutliche Erhöhung seiner Investitionen in den USA angekündigt. Innerhalb von vier Jahren sollen die Ausgaben um ein Viertel steigen und die Marke von 55 Milliarden Dollar überschreiten. Zu den Vorhaben zählt auch ein separates Werk im nahegelegenen Wilson, das ebenfalls in North Carolina liegt. Mit diesen Projekten setzt das Unternehmen ein klares Signal, dass es auf eine langfristige Produktionsbasis in den Vereinigten Staaten setzt.

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