JP Morgan warnt: HSBC und Standard Chartered mit Nahost-Risiken belastet
Die US-Investmentbank sieht beide britischen Großbanken besonders exponiert – mit möglichen Folgen für die Gewinne.

JP Morgan hat am Donnerstag eine deutliche Warnung für europäische Banken ausgesprochen. Unter allen Instituten seien HSBC und Standard Chartered am stärksten dem Konflikt im Nahen Osten ausgesetzt, so die US-Investmentbank. Dies könnte zu erheblichem Druck auf die Unternehmensgewinne führen.
Die Reaktion an den Märkten ließ nicht lange auf sich warten. HSBC-Aktien verloren am Donnerstag mehr als 6 Prozent, Standard Chartered gab über 2,8 Prozent nach. Beide Titel gehörten damit zu den größten Verlierern im europäischen Bankensektor.
Der STOXX 600 Banks Index markierte zu Beginn dieser Woche bereits ein Dreimonatstief. Seit dem Handelsschluss am 27. Februar hat der Index fast 6 Prozent an Wert verloren – ein deutliches Zeichen für die wachsende Nervosität der Investoren gegenüber dem Sektor.
Firmenkreditgeschäft besonders gefährdet
Laut JP Morgan werden steigende Energiekosten das Risiko im Firmenkreditgeschäft der betroffenen Banken spürbar erhöhen. Besonders betroffen sind dabei die Sektoren Landwirtschaft, verarbeitendes Gewerbe, Bauwesen und Transport. Diese Branchen gelten als besonders energieintensiv und damit anfällig für geopolitisch bedingte Kostensteigerungen.
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Zur AktienanalyseFür deutsche Privatanleger ist die Entwicklung relevant, da HSBC und Standard Chartered als global agierende Institute auch Verbindungen zum europäischen Kapitalmarkt unterhalten. Beide Banken sind stark in Asien und dem Nahen Osten engagiert – Regionen, die durch den anhaltenden Konflikt wirtschaftlich unter Druck geraten könnten. Das erhöhte Risikoprofil dürfte Analysten und Investoren in den kommenden Wochen weiter beschäftigen.


