ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

JPMorgan bewertet gescheitertes FIFA-Ausgründungsprojekt für 20 Milliarden Dollar

Die größte US-Bank spielte eine zentrale Rolle bei dem nun abgesagten Plan, FIFA-Kommerzialisierungsrechte auszugliedern.

JPMorgan bewertet gescheitertes FIFA-Ausgründungsprojekt für 20 Milliarden Dollar

JPMorgan Chase steht im Mittelpunkt eines gescheiterten FIFA-Projekts, das die europäische Fußballwelt in Aufruhr versetzt hatte. Die größte US-Bank wurde beauftragt, einen Plan zur Ausgründung kommerzieller FIFA-Rechte zu bewerten – ein Vorhaben, das inzwischen offiziell abgesagt wurde.

Die Idee sah vor, eine neue Einheit zu schaffen, die die kommerziellen Rechte der beliebtesten FIFA-Wettbewerbe bündelt. Anschließend sollte eine Beteiligung von 20 Prozent an dieser Einheit bei einer Gesamtbewertung von 20 Milliarden US-Dollar an private Investoren verkauft werden. JPMorgan hatte dazu ein Pitch-Deck für die FIFA mitvorbereitet, das dem Wall Street Journal vorlag.

Laut diesem Dokument hätte die Ausgründung mehrere strategische Vorteile gebracht: Sie hätte Entscheidungsprozesse gestrafft, renditestarken Partnerschaften Priorität eingeräumt, erfahrene Talente angezogen und den Zugang zu Kapital verbessert.

Geheimplan löst sofortige Gegenreaktion aus

Der Plan wurde monatelang geheim gehalten und überraschte Führungskräfte, als er am Dienstag an die Öffentlichkeit gelangte. Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten: Europäische Länder planten daraufhin einen Boykott der Weltmeisterschaft und anderer FIFA-Wettbewerbe. Die FIFA hatte ursprünglich vorgehabt, ihren Mitgliedern die Unterlagen zu dem Vorschlag in dieser Woche vorzulegen – bevor die Details öffentlich wurden.

Zuvor war erwogen worden, die Präsentation gegen Ende der Weltmeisterschaft in New York vorzunehmen. Letztlich entschied man sich jedoch für eine Verschiebung, wie eine mit der Angelegenheit vertraute Person berichtete. Am Freitagabend gab die FIFA schließlich bekannt, dass der Plan hinfällig sei.

Verbindung zu Joshua Kushner und Jared Kushner

Besondere Aufmerksamkeit erregt die politische Dimension des Projekts. FIFA-Präsident Gianni Infantino hatte bereits im vergangenen Jahr Gespräche über das Vorhaben mit Joshua Kushner geführt – dem Bruder von Jared Kushner, dem Schwiegersohn von US-Präsident Trump. Dies hatte das Wall Street Journal zuvor berichtet.

JPMorgan wurde erst Anfang dieses Jahres beauftragt, das Vorhaben zu bewerten, als dieses bereits weit fortgeschritten war. Die Bank war damit in eine späte Phase eines Prozesses eingebunden, der offenbar ohne breite Konsultation der FIFA-Mitglieder vorangetrieben worden war.

Für deutsche Fußballfans und Investoren verdeutlicht der Fall, wie stark kommerzielle Interessen und politische Netzwerke im globalen Fußball ineinandergreifen. Der gescheiterte Plan zeigt zugleich die Grenzen auf, wenn weitreichende Strukturreformen im Verborgenen vorbereitet werden – ohne die Einbindung der betroffenen Mitgliedsverbände.

Jpmorgan FifaFifa AusgründungFifa Bewertung 20 MilliardenFifa KommerzialisierungGianni InfantinoFifa BoykottJoshua Kushner Fifa

Disclaimer