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JPMorgan: Bitcoin-Hashrate reagiert sensibler auf Kursbewegungen

Quant-Analysten von JPMorgan warnen: Hashrate und Mining-Schwierigkeit von Bitcoin reagieren seit Jahresbeginn deutlich empfindlicher auf Preisbewegungen.

Die Hashrate und die Mining-Schwierigkeit von Bitcoin reagieren laut Quant-Analysten von JPMorgan seit Jahresbeginn zunehmend sensibel auf Kursbewegungen der Kryptowährung. Das sogenannte Beta der Mining-Schwierigkeit gegenüber dem Bitcoin-Preis ist in den vergangenen sechs Monaten auf 0,62 gestiegen. Ein höheres Beta bedeutet dabei, dass sich die Mining-Schwierigkeit stärker im Gleichschritt mit dem Bitcoin-Kurs bewegt.

Dieser Anstieg des Betas deutet laut den Analysten darauf hin, dass ein wachsender Anteil der Miner nahe ihrer Gewinnschwelle operiert. Dadurch reagiert die aggregierte Hashrate des Netzwerks empfindlicher auf selbst geringfügige Preisbewegungen. Ein erheblicher Teil des Netzwerks bewegt sich nahe der Kostenkurve, was Miner dazu veranlasst, ihre Mining-Rigs bereits bei kleinen Preisveränderungen ein- oder auszuschalten.

Mechanismus: Wie Preise die Hashrate beeinflussen

Das Prinzip dahinter ist wirtschaftlich nachvollziehbar: Wenn Bitcoin unter seinen Produktionskosten gehandelt wird, nehmen Miner mit höheren Betriebskosten ihre Anlagen vom Netz. Die Folge ist ein Rückgang der Hashrate – also der gesamten Rechenleistung des Bitcoin-Netzwerks. Anschließend passt sich die sogenannte Difficulty, also die Mining-Schwierigkeit, automatisch nach unten an, um das Netzwerk stabil zu halten.

Dieses Muster zeigte sich besonders deutlich in der zweiten Juniwoche, als die Difficulty um rund 10 Prozent sank. Es war der zweite Rückgang dieser Größenordnung im bisherigen Jahresverlauf – der erste ereignete sich bereits im Januar. Solche deutlichen Anpassungen der Mining-Schwierigkeit sind ein klares Signal dafür, dass Miner in großem Umfang ihre Kapazitäten vom Netz nehmen.

Produktionskosten bei 78.000 US-Dollar

JPMorgan schätzt die aktuellen Produktionskosten für einen Bitcoin auf rund 78.000 US-Dollar. Solange der Bitcoin-Preis deutlich unterhalb dieser Marke notiert, dürfte die erhöhte Sensitivität der Hashrate gegenüber Kursbewegungen anhalten. Die Analysten gehen zudem davon aus, dass auch die höhere Frequenz deutlicher Difficulty-Anpassungen ein Merkmal des aktuellen Marktumfelds bleiben wird.

Für deutsche Privatanleger und Beobachter des Kryptomarkts sind diese Entwicklungen relevant, da die Hashrate als wichtiger Indikator für die Gesundheit und Sicherheit des Bitcoin-Netzwerks gilt. Eine sinkende Hashrate kann kurzfristig die Netzwerksicherheit beeinflussen, während die automatische Difficulty-Anpassung langfristig für Stabilität sorgt. Die Analyse von JPMorgan unterstreicht, wie eng Mining-Ökonomie und Kursentwicklung bei Bitcoin miteinander verknüpft sind.

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