JPMorgan holt Goldman-Veteran Zhang als China-Investmentbanking-Chef
Der US-Bankgigant JPMorgan verstärkt sein Asiengeschäft mit einer weiteren hochkarätigen Verpflichtung von Goldman Sachs.

JPMorgan Chase hat Yi Zhang von Goldman Sachs abgeworben, um das Investmentbanking in China künftig gemeinsam zu leiten. Das geht aus einem internen Memo vom Dienstag hervor, das Reuters vorliegt. Zhang wird im Sommer zu JPMorgan stoßen und dort als Co-Leiter neben Michelle Wang agieren.
Zhang verfügt über 22 Jahre Erfahrung im Investmentbanking und leitete zuletzt den Bereich Industrieunternehmen in China bei Goldman Sachs. Goldman Sachs lehnte eine Stellungnahme ab. JPMorgan bestätigte den Inhalt des Memos und erklärte, die Bank habe im vergangenen Jahr mehr als ein Dutzend Neueinstellungen im Investmentbanking vorgenommen.
Umstrukturierung an der Spitze
Der bisherige Co-Leiter des China-Investmentbankings, David Lau, wechselt in eine erweiterte regionale Rolle als Vice Chair of Investment Banking für den asiatisch-pazifischen Raum. Er wird künftig wichtige Hongkonger Kunden betreuen, Aufsichtsbehörden-Beziehungen vertiefen und das Healthcare-Geschäft im Raum Asien-Pazifik beaufsichtigen.
Die Personaloffensive von JPMorgan erfolgt vor dem Hintergrund boomender Kapitalmärkte in der Region. Steigende Börsengänge in Hongkong sowie lebhafte Fusionen- und Übernahmeaktivitäten in Japan und Australien treiben die Nachfrage nach erfahrenen Bankern deutlich an.
Breite Einstellungswelle in Asien
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Zur AktienanalyseBereits im Dezember hatte JPMorgan mit Yu Chikami einen weiteren ehemaligen Goldman-Mitarbeiter als Co-Leiter für das Investmentbanking in Japan verpflichtet. Zu den weiteren Neuzugängen im Jahr 2025 zählen Jane Wu als Leiterin des China Healthcare Investment Banking sowie Dragi Ristevski, der von Macquarie kam und nun als Co-Leiter für Industrieunternehmen in Australien und Neuseeland fungiert.
Laut Reuters stellte JPMorgan allein zwischen Januar und April mehr als 300 Banker in seinem globalen Bankgeschäft ein. Auch Wettbewerber wie Morgan Stanley und Citi haben zuletzt Personal aufgestockt, um den wachsenden Dealflow in der Region zu bewältigen.


