ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

JPMorgan senkt Wachstumsprognose für Golfstaaten nach Nahost-Eskalation

Angriffe auf den Iran belasten die Wirtschaftsaussichten der GCC-Staaten – JPMorgan reagiert mit Prognosesenkungen für 2026.

JPMorgan senkt Wachstumsprognose für Golfstaaten nach Nahost-Eskalation

Die militärische Eskalation im Nahen Osten trifft die Wirtschaft der Golfstaaten spürbar. JPMorgan hat seine Wachstumsprognose für das Nicht-Öl-BIP der sechs Länder des Golf-Kooperationsrates (GCC) für das Jahr 2026 um 0,3 Prozentpunkte gesenkt. Betroffen sind Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar, Kuwait, Oman und Bahrain. Auslöser sind die Angriffe der USA und Israels auf den Iran sowie die daraus resultierende regionale Unsicherheit.

JPMorgan bezeichnet die GCC-Staaten als den am stärksten exponierten Teil des Schwellenmarktuniversums EMEA. Die Basisprognose für das Nicht-Öl-Wachstum 2026 lag bisher bei 3,5 Prozent, für 2025 hatten die Strategen noch ein robustes Wachstum von 4,3 Prozent erwartet. Die Herabstufung spiegelt Erwartungen wider, dass Geschäftsunterbrechungen und ein geschwächtes Vertrauen die wichtigsten Wirtschaftszentren der Region belasten werden.

Besonders betroffen sind Handelsknotenpunkte in der Nähe des Iran. In Städten wie Dubai, Abu Dhabi, Doha und Manama wurde eine deutliche Verlangsamung des Wirtschaftslebens gemeldet. Berichte über Streiks in Dubai und Abu Dhabi könnten den Tourismus – einen zentralen Wachstumsmotor der Region – erheblich beeinträchtigen.

Länderspezifische Prognosekürzungen

Die Absenkungen variieren je nach geografischer Nähe und wirtschaftlicher Verflechtung mit dem Iran. Im Einzelnen senkte JPMorgan folgende Prognosen:

  • Bahrain: minus 0,5 Prozentpunkte
  • Vereinigte Arabische Emirate: minus 0,4 Prozentpunkte
  • Katar: minus 0,3 Prozentpunkte
  • Saudi-Arabien: minus 0,2 Prozentpunkte
  • Kuwait: minus 0,2 Prozentpunkte
  • Oman: unverändert

Mittelfristig warnen die Strategen vor weiteren Risiken. Die Attraktivität der Region für ausländische Direktinvestitionen könnte bei anhaltender Instabilität nachlassen. Dies würde die langjährigen Diversifizierungsbemühungen der Golfstaaten weg von Kohlenwasserstoffen gefährden.

Vier Szenarien für Irans politische Zukunft

Der Tod des iranischen Obersten Führers Ali Khamenei bei den Luftangriffen hat laut Capital Economics „enorme Unsicherheit über Irans politische Zukunft

FinanzenMarktbericht

Disclaimer