JPMorgan und BofA erwarten starkes Handelsquartal mit zweistelligem Wachstum
Die CEOs beider Großbanken prognostizieren für Q2 deutliche Zuwächse im Sales-and-Trading-Geschäft.

Die beiden US-Großbanken JPMorgan Chase und Bank of America rechnen für das zweite Quartal 2026 mit einem erneut starken Ergebnis in ihren Handelsabteilungen. Bank-of-America-Chef Brian Moynihan erwartet einen Anstieg der Erträge im Bereich Sales and Trading um rund 15% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. JPMorgan-CEO Jamie Dimon prognostiziert seinerseits ein Wachstum der Markterträge von etwa 11%.
Besonders bemerkenswert ist die Einschätzung von Dimon: Ein Plus von 11% würde für JPMorgan das zweitbeste Quartal in der Geschichte des Handelsgeschäfts bedeuten. Damit setzt sich der Aufwärtstrend an der Wall Street im Handelsbereich fort, der bereits in den vergangenen Quartalen für starke Ergebnisse gesorgt hatte.
Handelsgeschäft als Wachstumstreiber
Das Sales-and-Trading-Geschäft umfasst den Handel mit Aktien, Anleihen, Devisen und anderen Finanzinstrumenten im Auftrag von Kunden sowie auf eigene Rechnung. Gerade in Phasen erhöhter Marktvolatilität profitieren die großen Investmentbanken von gesteigerter Handelsaktivität ihrer institutionellen Kunden.
Für deutsche Privatanleger und Marktbeobachter sind diese Prognosen ein wichtiges Signal: Wenn die größten US-Banken derartige Zuwächse im Handelsgeschäft verzeichnen, deutet das auf eine hohe Aktivität an den globalen Kapitalmärkten hin. Volatilität und Unsicherheit, die für viele Anleger belastend wirken, sind für die Handelssparten der Großbanken oft ein Treiber für höhere Umsätze und Erträge.
Die Aussagen von Moynihan und Dimon wurden am Mittwoch öffentlich gemacht und stammen direkt von den Vorstandsvorsitzenden der beiden Institute. Beide Banken gehören zu den größten Finanzinstituten der Welt und gelten als Gradmesser für die Gesundheit des globalen Finanzsystems.
Ausblick für das zweite Quartal
Die Prognosen beziehen sich auf das laufende zweite Quartal und sind naturgemäß noch vorläufig. Endgültige Zahlen werden erst mit der offiziellen Berichterstattung der Banken veröffentlicht. Dennoch geben solche Vorab-Einschätzungen der CEOs dem Markt wichtige Orientierung.
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Zur AktienanalyseFür JPMorgan wäre ein solches Ergebnis historisch bedeutsam: Das zweitbeste Quartal in der Geschichte des Handelsgeschäfts wäre ein außergewöhnlicher Wert, der die Stärke des Unternehmens in diesem Segment unterstreicht. Bank of America würde mit einem Plus von 15% ebenfalls ein sehr starkes Ergebnis erzielen und damit die Erwartungen vieler Analysten übertreffen.
Die Entwicklung zeigt, dass das Investmentbanking – und insbesondere der Handel – weiterhin eine zentrale Einnahmequelle für die großen Wall-Street-Häuser bleibt. Für Anleger, die in Bankaktien investiert sind oder dies erwägen, sind solche Signale aus dem Management ein wichtiger Hinweis auf die kurzfristige Ertragslage der Institute.


