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JSW Group steigt in Kupferförderung ein

Indischer Konzern investiert 301 Millionen US-Dollar in zwei Minen in Jharkhand

JSW Group steigt in Kupferförderung ein

JSW Group wird 301 Millionen US-Dollar in zwei Kupferminen in Indien investieren. Dies gab das Unternehmen am Montag bekannt. Mit diesem Schritt erweitert der indische Konzern, der bisher vor allem in den Bereichen Stahl und Energie tätig war, sein Geschäftsfeld auf Nichteisenmetalle. Hintergrund dieser Entscheidung sind die derzeit niedrigen Stahlpreise.

Das Unternehmen, das unter der Leitung des Milliardärs Sajjan Jindal steht, hat zwei Kupferminenblöcke im mineralreichen Bundesstaat Jharkhand für einen Zeitraum von 20 Jahren erworben. Die Konzessionen stammen von Hindustan Copper und beinhalten eine Option zur Verlängerung um weitere zehn Jahre. Parth Jindal, Geschäftsführer von JSW Paints und des börsengangbereiten JSW Cement, bezeichnete den Einstieg in die Nichteisenmetallindustrie, insbesondere in die Kupfergewinnung, als strategische Entscheidung.

Die indische Stahlproduktion leidet unter niedrigen Preisen, schwacher Nachfrage aus China und billigem chinesischem Stahl, der verstärkt auf den indischen Markt drängt. Diese Entwicklung hat dazu geführt, dass JSW Steel, das Flaggschiff des Konzerns, in den vergangenen vier Quartalen in Folge die Gewinnerwartungen nicht erfüllen konnte.

Mit der Expansion tritt JSW Steel in direkten Wettbewerb mit etablierten Unternehmen der Branche. Zu den Konkurrenten zählen unter anderem Vedanta, Hindalco, Hindustan Copper und Adani Copper. Alle diese Unternehmen fördern bereits Kupfer, das unter anderem zur Herstellung von Kabeln und Drähten verwendet wird.

Sobald die neue Produktion hochgefahren ist, wird die jährliche Kapazität der Minen drei Millionen Tonnen Kupfererz betragen. Das Unternehmen plant, die ersten Betriebsteile in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres 2027 in Betrieb zu nehmen.

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