Kaffee wird spürbar teurer für Verbraucher
Lebensmittelpreise steigen, Energie wird günstiger, Dienstleistungen verteuern sich deutlich

Kaffeetrinker müssen sich auf höhere Ausgaben einstellen, denn im Juli stiegen die Preise für das beliebte Getränk besonders stark. Fast 20 Prozent mehr als ein Jahr zuvor mussten Verbraucher zahlen. Damit war Kaffee das Lebensmittel mit der größten Verteuerung im Jahresvergleich. Auch Schokolade wurde erheblich teurer und legte im Preis um 18,6 Prozent zu. Ebenso kletterten die Preise für Kalb- und Rindfleisch, die mit einem Plus von 11,1 Prozent deutlich über dem Durchschnitt lagen.
Während einige Lebensmittel stark im Preis anzogen, wurden andere Produkte erheblich günstiger. Zucker kostete im Juli 29,4 Prozent weniger als im Vorjahresmonat, Olivenöl verbilligte sich um 22,5 Prozent. Auch Kartoffeln waren spürbar günstiger, hier lag das Minus bei 16,1 Prozent. Insgesamt stiegen die Lebensmittelpreise um 2,2 Prozent und lagen damit knapp über der allgemeinen Inflationsrate von 2,0 Prozent.
Anders entwickelte sich die Preisentwicklung bei Energie. Hier konnten Verbraucher von sinkenden Kosten profitieren. Energie war im Juli um 3,4 Prozent günstiger als im Jahr zuvor. Vor allem die Preise für Brennholz, Holzpellets und andere Brennstoffe gingen zurück und lagen 5,3 Prozent unter dem Vorjahreswert. Leichtes Heizöl verbilligte sich um 5,0 Prozent, Strom kostete 2,0 Prozent weniger und auch Fernwärme wurde mit einem Rückgang von 1,8 Prozent günstiger. Nur Erdgas wich von diesem Trend ab, es verteuerte sich leicht um 0,3 Prozent.
Deutlich spürbar waren dagegen Preissteigerungen bei Dienstleistungen. Hier lag die Inflation im Juli bei 3,0 Prozent. Besonders stark kletterten die Kosten für kombinierte Personenbeförderung, die im Vergleich zum Vorjahr um 11,3 Prozent zulegten. Auch Post- und Paketdienstleistungen wurden mit einem Plus von 9,0 Prozent teurer. Dienstleistungen sozialer Einrichtungen verteuerten sich um 8,2 Prozent. Versicherungen stiegen im Preis um 5,8 Prozent, während Wartung und Reparatur von Fahrzeugen 5,7 Prozent mehr kosteten.
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Zur AktienanalyseDie Inflationsrate insgesamt lag im Juli bei 2,0 Prozent. Damit blieb sie unverändert im Vergleich zum Vormonat Juni, nachdem sie im April und Mai noch bei 2,1 Prozent gelegen hatte. Ökonomen hatten eigentlich mit einem Rückgang auf 1,9 Prozent gerechnet. Im Vergleich zum Juni stiegen die Verbraucherpreise um 0,3 Prozent. Für das Jahr 2025 wird im Schnitt eine Inflation von 2,0 Prozent erwartet, was dem Zielwert der Europäischen Zentralbank entspricht. Die Kerninflation, bei der schwankungsanfällige Preise für Nahrungsmittel und Energie nicht berücksichtigt werden, lag mit 2,6 Prozent weiter über dem angestrebten Niveau.


