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Kaiser Permanente: 31.000 Pflegekräfte treten in Streik

Rund 31.000 Pflegekräfte und medizinisches Personal bei Kaiser Permanente in Kalifornien und Hawaii sind seit Montag im unbefristeten Streik. Die Gewerkschaft wirft dem Gesundheitskonzern unfaire Arbeitspraktiken vor.

Kaiser Permanente: 31.000 Pflegekräfte treten in Streik

Etwa 31.000 registrierte Pflegefachkräfte und medizinisches Personal sind am Montag bei Kaiser Permanente in den Streik getreten. Betroffen sind über zwei Dutzend Krankenhäuser und Hunderte von Kliniken in Kalifornien und Hawaii. Der Arbeitskampf begann um 7 Uhr Ortszeit und ist zunächst unbefristet angelegt.

Gewerkschaft wirft Konzern Rechtsbruch vor

Die United Nurses Associations of California/Union of Health Care Professionals (UNAC/UHCP) begründet den Streik mit rechtswidrigem Verhalten des Managements. "Das Management von Kaiser hat die Tarifverhandlungen rechtswidrig untergraben und versucht, Arbeitnehmer einzuschüchtern, die ihr gesetzliches Streikrecht ausüben", erklärte die Gewerkschaft. Bereits im Dezember soll Kaiser die Gespräche abgebrochen haben, woraufhin die Gewerkschaft Klage bei der National Labor Relations Board einreichte.

Verhandlungen seit sieben Monaten ohne Ergebnis

Kaiser Permanente bestätigt, seit über sieben Monaten mit der UNAC/UHCP und der Alliance of Health Care Unions zu verhandeln. Der Konzern bedauert den Streik, betont aber, dass man sich kürzlich auf eine Rückkehr zu "lokalen Verhandlungen" geeinigt habe. Nicht alle Gewerkschaften der Allianz beteiligen sich am aktuellen Arbeitskampf. Kaiser versichert, seit Mai in fairen Verhandlungen über einen neuen nationalen Tarifvertrag zu stehen.

Zweiter Streik binnen weniger Monate

Die 31.000 UNAC/UHCP-Mitglieder gehören zur Alliance of Health Care Unions, die insgesamt 23 lokale Gewerkschaften vertritt. Bereits im Oktober hatten die Pflegekräfte einen fünftägigen Warnstreik durchgeführt. Der aktuelle Arbeitskampf reiht sich ein in eine Serie von Streiks im US-Gesundheitswesen. Anfang Januar legten Krankenpfleger in New York City die Arbeit in zehn großen Privatkliniken nieder. Ihre Forderungen: höhere Personalbesetzung, bessere Finanzierung von Gesundheitsleistungen und Schutz vor Gewalt am Arbeitsplatz.

Auswirkungen auf Patientenversorgung

Der unbefristete Streik dürfte erhebliche Auswirkungen auf die Patientenversorgung in den betroffenen Regionen haben. Kaiser Permanente ist einer der größten Gesundheitskonzerne in den USA und versorgt Millionen von Versicherten. Die Gewerkschaft kündigte an, den Streik so lange fortzusetzen, bis eine Einigung mit dem Konzern erzielt wird.

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