Kalshi und Polymarket streben Bewertungen von je 20 Milliarden Dollar an
Die beiden führenden Prognosemarkt-Plattformen verhandeln parallel mit Investoren über milliardenschwere Finanzierungsrunden.

Kalshi und Polymarket, die beiden dominierenden Plattformen für Prognosemärkte, befinden sich gleichzeitig in Gesprächen mit potenziellen Investoren. Beide Unternehmen peilen dabei Bewertungen von jeweils rund 20 Milliarden US-Dollar an – ein Wert, der sich gegenüber ihren letzten Bewertungen aus dem Vorjahr nahezu verdoppelt hätte. Die Verhandlungen stecken laut mit der Sache vertrauten Personen allerdings noch in einem frühen Stadium.
Kalshi, das bereits in den USA reguliert operiert, wurde zuletzt im Dezember 2024 mit 11 Milliarden Dollar bewertet. Damals sammelte das Unternehmen 1 Milliarde Dollar von namhaften Investoren wie Paradigm und Sequoia Capital ein. Nun soll die annualisierte Umsatzrate der Plattform bereits die Marke von 1 Milliarde Dollar überschritten haben – nach Angaben einer informierten Person liegt sie inzwischen bei rund 1,5 Milliarden Dollar.
Kalshi wurde 2018 von Tarek Mansour und Luana Lopes Lara gegründet. Die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) ließ das Unternehmen 2020 als erste regulierte Börse für sogenannte Event-Kontrakte zu – also Wetten auf Ereignisse wie den Super Bowl-Sieger, Politikergebnisse oder wirtschaftliche Entwicklungen. Damit hat Kalshi maßgeblich zu einer neuen Welle von legalem Sportwetten in den USA beigetragen.
Polymarket plant regulierten US-Markteintritt
Polymarket steht vor einer anderen Ausgangslage: Die Plattform ist für US-Nutzer derzeit nicht zugänglich. Obwohl sie technisch per VPN erreichbar ist, schließen die Nutzungsbedingungen amerikanische Nutzer ausdrücklich aus. Das Unternehmen plant jedoch, noch im laufenden Jahr eine regulierte US-Version seiner App zu veröffentlichen.
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Zur AktienanalysePolymarket wurde 2020 von Shayne Coplan gegründet und zuletzt im Oktober 2024 mit 9 Milliarden Dollar bewertet. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Intercontinental Exchange – Eigentümerin der New York Stock Exchange – zugestimmt, bis zu 2 Milliarden Dollar in die Plattform zu investieren. Eine Bewertung von 20 Milliarden Dollar würde mehr als eine Verdoppelung dieses Wertes bedeuten.
Die angestrebten Bewertungen beider Unternehmen spiegeln das wachsende Interesse an Prognosemärkten wider. Allerdings stehen beide Plattformen zunehmend unter regulatorischer Beobachtung, was die Verhandlungen erschweren könnte. Es gibt keine Garantie, dass die laufenden Gespräche tatsächlich zu einem Abschluss führen oder die angestrebten Bewertungsmarken erreicht werden.


