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Kanada trifft US-Handelsbeauftragten nach Ausschluss von Mexiko-Gesprächen

Minister LeBlanc und Chefunterhändlerin Charette treffen Greer – nach Kanadas Ausschluss von bilateralen USMCA-Gesprächen mit Mexiko.

Kanada trifft US-Handelsbeauftragten nach Ausschluss von Mexiko-Gesprächen

Der kanadische Minister für den Handel mit den USA, Dominic LeBlanc, trifft am Dienstag den US-Handelsbeauftragten Jamieson Greer. Das teilte sein Büro am Montag mit. Begleitet wird LeBlanc von Janice Charette, der kanadischen Chefunterhändlerin für den Handel mit den Vereinigten Staaten.

Das Treffen findet zu einem heiklen Zeitpunkt statt: Kanada war in der vergangenen Woche von bilateralen Handelsgesprächen zwischen den USA und Mexiko ausgeschlossen worden. Der genaue Zweck des Treffens am Dienstag wurde in der Erklärung aus LeBlancs Büro nicht näher spezifiziert.

USA und Mexiko begannen USMCA-Überprüfung ohne Kanada

Die Vereinigten Staaten und Mexiko schlossen am Freitag ihre erste Runde bilateraler Gespräche über die Überarbeitung des Abkommens zwischen den Vereinigten Staaten, Mexiko und Kanada (USMCA) ab. Laut dem Büro des US-Handelsbeauftragten umfassten die Diskussionen Ursprungsregeln für die Automobilindustrie, den Handel mit Stahl und Aluminium sowie Fragen der wirtschaftlichen Sicherheit.

Das USMCA – das Nachfolgeabkommen des früheren NAFTA-Vertrags – muss bis zum 1. Juli einer Überprüfung unterzogen werden. Kanada hat bislang noch keine formellen Verhandlungen über das Handelsabkommen aufgenommen. Sollten sich nicht alle drei Länder auf eine Verlängerung einigen, würde der Pakt bis 2036 in jährliche Überprüfungszyklen übergehen.

Greer stellt Bedingungen für Kanadas Teilnahme

US-Handelsbeauftragter Greer hat bereits klare Erwartungen an Kanada formuliert. Er deutete an, dass Kanada möglicherweise eine Form von Zöllen akzeptieren muss, wenn es mit den USA über die Überprüfung des Abkommens verhandeln will.

Darüber hinaus erklärte Greer, dass das überarbeitete Abkommen strengere Ursprungsregeln für die Automobilindustrie enthalten solle. Zudem forderte er einen besseren Zugang für US-Unternehmen zu kanadischen Märkten – insbesondere im Molkereisektor, der in Kanada traditionell stark geschützt ist.

Für deutsche Anleger und Unternehmen mit Nordamerika-Engagement ist die Entwicklung rund um das USMCA von Bedeutung. Das Abkommen regelt den Handel zwischen drei der größten Volkswirtschaften der westlichen Hemisphäre und hat direkte Auswirkungen auf Lieferketten, insbesondere in der Automobil- und Stahlindustrie – Sektoren, in denen auch europäische Konzerne stark vertreten sind. Der Ausgang der Verhandlungen könnte weitreichende Folgen für den transatlantischen Handel haben.

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